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Samstag, 29. August 2015

Interrupted Journey


Der bekannteste UFO-Entführungsfall betraf das amerikanische Ehepaar Hill. Dabei ist eigentlich kurios, dass die Verwicklungen nach dem ‚Zwischenfall’ fast noch interessanter waren als die Verschleppung des Ehepaares selbst. [Da die Vorgänge eigentlich jedem bekannt sind, verzichte ich auf die xte Wiedergabe und verweise auf Google!].

Am Hill-Fall hat mich gewundert, dass er immer als ‚separates’ Ereignis präsentiert wurde, denn letztlich wissen wir heute das Abductions keine einmalige Erfahrung darstellen und oftmals nicht nur einzelne Personen, sondern gleich auch ihre ganze Familie betreffen.

Im Fall der Hills kam die ‚Konditionierung’ ganz offensichtlich von Betty, denn schon ihre Schwester beobachtete Mitte der 50ger Jahre ein lautloses, zeppelinförmiges Flugobjekt das über einem Feld schwebte und von kleineren, scheibenförmigen UFOs umkreist wurde, die teilweise auch in dieses einflogen. Nach einiger Zeit sauste das Vehikel steil in den Himmel davon.

Wie schon erwähnt ereigneten sich auch nach der Entführung kuriose Zwischenfälle: Am 17. Januar 1962 beobachtet Barney mit 25 seiner Kollegen [er arbeitete damals im South Postal Annex in Boston als Kurierfahrer] ein großes, rotes, rundes Objekt am westlichen Himmel. Es bewegte sich seitwärts in geringer Höhe und verschwand dann außer Sicht. Interessant ist, dass Barney das gleiche Objekt schon bei seiner Entführung 1961 gesehen hat.

Das gleiche Flugobjekt tauchte abermals im Oktober 1965 auf. Das Ehepaar war gerade zu Besuch bei den Eltern Bettys, die auf einer Farm lebten. Sie waren mit dem Wagen unterwegs, als gegen 21h45 der ‚Lichtball’ vor ihnen auftauchte und einen regelrechten ‚Feitztanz’ aufführte. Er flog erratische Manöver, zirkelte an den Kronen umstehender Bäume entlang und bewegte sich ruckartig vor und zurück. Nachdem er genug ‚angegeben’ hatte, verschwand er im Hinterland.

Am 22. Februar 1966 war Betty mit vier weiteren Personen mit dem Auto auf dem Grundstück ihrer Eltern unterwegs, als abermals die ‚Lichtkugel’ auftauchte und ihren komischen ‚Tanz’ am Himmel aufführte. Die fünf Zeugen stiegen aus um die Sache besser beobachten zu können.

Dabei bewegte sich das UFO völlig wirr am Himmel entlang, landete kurz, erhielt ‚Besuch’ von einem ‚baugleichen’ Objekt dass aber rasch wieder verschwand, sandte einen Lichtstrahl auf eine der Zeuginnen, knipste kurz seine Beleuchtung aus, so dass man seine Scheibenform und die eingebauten ‚Fenster’ gut erkennen konnte und verschwand dann wieder. Nachdem die Fünf zu Hause angekommen waren, berichteten Barney und Bettys Vater von massiven Empfangsstörungen des Fernsehers.

Einige Wochen später rief der Vater Bettys an und erzählte davon, dass die Frau seines verstorbenen Vetters ungebetenen nächtlichen Besuch erhalten hatte. Die 73jährige Frau lag gerade im Bett und schlief, als sie durch lautes, penetrantes Pochen an der Haustür geweckt wurde. Das war sehr ungewöhnlich, denn sie lebte fernab auf dem Land und lugte deshalb vorsichtig aus dem Fenster.

Dort erblickte sie ein Objekt mit beleuchteten Fenstern das direkt vor ihrem Haus ‚geparkt’ hatte und blitzend farbige Lichter von sich gab. Die alte Frau erschrak zu Tode, schloss die Fensterläden und flüchtete sich in ihr Bett. Tage darauf ‚klopfte’ es auch am Hause von Bettys Mutter, die jedoch ihr Bett nicht verließ und nach einer Weile eine laute Explosion hörte. Ein Nachbar erzählte ihr dann später dass er ein merkwürdiges Objekt über ihrem Hinterhof beobachtet hatte.

Einiger der Vorfälle die das Ehepaar erlebte hatten aber auch etwas ‚gespenstisches’ an sich. Eines Tages – der Vorfall muss sich um das Jahr 1966 ereignet haben – fuhr ein Auto die Auffahrt zum Haus der Hills hoch, die gerade Besuch hatten. Ein Mann stieg aus und zündete sich eine Zigarette an.

Nachdem er nicht an der Tür erschien sahen alle acht anwesenden Personen nach ihm, doch sowohl vom Fahrer als auch seinem Gefährt war nichts zu sehen. Stattdessen sauste in einer Entfernung von etwa 30 Metern ein großer, roter Feuerball auf einer Höhe von gut drei Metern die Strasse entlang und verschwand hinter einer Garage.

In einem anderen Fall erschien ein gefrorener Eisklumpen unter einer Zeitung in der Küche der Hills, ohne das sie sich erklären konnten woher das ‚Artefakt’ stammte. Türen öffneten und schlossen sich wie durch ‚Geisterhand’ und es waren Schritte zu hören, ohne das die verursachende Person zu sehen war. Möbel verrückten sich wie von selbst usw. usf.

Etwas mysteriös war auch der Besuch eines Mannes 1966 der sich als Wissenschaftler ausgab und lediglich eine Frage an das Paar hatte: ‚Wie sahen die Wesen aus?’ Nachdem die Hills die Kreaturen beschrieben sagte er nur ‚Mein Gott, sie wurden wirklich entführt!’. ‚Woher wollen sie das wissen?’ konterte das Paar und der Wissenschaftler gab an das er ein Bild gesehen hat, dass von einem Flugzeug [sic!] aus gemacht wurde. Darauf seien diese Kreaturen abgebildet gewesen.

Das klingt zwar unwahrscheinlich, muss es aber nicht unbedingt sein. Kampfflugzeuge habe eingebaute ‚Gun Cameras’ mit sehr hoher Auflösung die präzise Aufnahmen machen. Entweder aus Gründen der Spionage, oder um Luftgefechte nachstellen zu können.

Kann gut sein das der Besucher im Bereich der militärischen Bildauswertung gearbeitet hat. Das man mit diesen Kameras UFOs fotografiert und die Bilder sofort beschlagnahmt hat wurde auch dem amerikanischen Forscher Raymond Fowler ‚gesteckt’, der immerhin selber bei der US-Armee, dort bei der ‚Aufklärung’, gedient hat.

Merkwürdig waren auch die Einbrüche in Bettys Wohnung, Jahre nachdem Barney verstorben war. Betty bemerkte dass ihre Sachen durchsucht worden waren und ein Nachbar schilderte ihr dass sich zwei schwarz gekleidete Herren in ihrer Abwesenheit in der Wohnung aufgehalten haben.

Ihre Nichte Kathlen Marden konnte einen von ihnen fast stellen, der die Wohnung fluchtartig verließ und in einen bereits wartenden Wagen sprang der rasch davonfuhr. Nachdem nie etwas gestohlen wurde scheiden ‚normale’ Einbrecher also aus. Bettys Wohnung wurde daraufhin mit einer Alarmanlage ausgestattet.

Der sicherlich bizarrste Vorfall von allen jedoch ereignete sich am 8. März 1969. Betty war in der Nacht alleine mit dem Auto unterwegs, als plötzlich ‚ihr UFO’ über der Straße schwebte. Sie stieg aus und erzählte den Fremden von Barneys Tod 1967. Sie sagte, dass er nun auf dem Friedhof liegen würde und zeigte mit der Hand die ungefähre Position, kurz darauf sauste das Objekt in diese Richtung.

Es mag ja ein wenig makaber klingen, aber das Interesse der UFO-Piloten an Friedhöfen dürfte durchaus nachvollziehbare Gründe haben. Betty wurde 1961 bei ihrer Entführung erzählt dass die Fremden sie und Barney immer finden könnten, was sie letztlich auch unter Beweis gestellte haben. Vielleicht ist ja doch etwas an den Spekulationen über Implantate dran, die wie Peilsender immer die genaue Lage der Abductees wiedergeben? Und vielleicht muss man sich diese hier und da ‚zurückholen’?

In den 70ger Jahren zog Betty nach East Kingston - unweit Portsmouth - und vermeldete von ihrem neuen Wohnort aus zahlreiche ‚UFO-Sichtungen’, im Wesentlichen ‚Lichtkugeln’ die durch die Lüfte flogen oder aber sich an Bahngleisen entlang bewegten. Das war für die UFO-Skeptiker natürlich ein ‚gefundenes Fressen’ da ‚Mehrfachsichter’ als unseriös gelten und somit stellte man auch ihre Entführung wieder in Frage.

Allerdings offenbarte sich bei den Kritikern eher die eigene Dummheit bzw. das Unwissen. Bettys Wohnort liegt in einem Areal mit hohem Quartsvorkommen im Boden und gilt schon seit Jahren als ‚Hotspot’ für ungewöhnliche Lichterscheinungen. Man muss kein Einstein sein um zu wissen das damit perfekte Bedingungen für so genannte ‚Erdlichter’ gegeben sind!

In der Folgezeit war sie innerhalb der UFO-Szene aktiv und arbeitete mit Entführten bzw. beteiligte sich an der Recherche entsprechender Reporte. Sie verstarb am 19. Oktober 2004 an Krebs.

Radarbestätigung des Hill CE4?

Betty informierte einen Tag nach der Entführung [am 21. September] einen Major Henderson von der 100th Bomb Wing - auf der Pease Air Force Base - über den Vorfall. Dieser notierte sich die Daten und reichte sie an das staatliche Projekt ‚Blue Book’ weiter, dass im Auftrag der Air Force Sichtungsberichte untersuchte und sammelte.

Interessant sind nun die Schlussfolgerungen der Militärs bzw. die Korrelationen die man entdeckt hat: Die Hills gaben als ‚Zeitfenster’ der Sichtung Mitternacht an [bei Blue Book 00h01 bis 01h00].

Zur gleichen Zeit [Zeitfenster 00h01 bis 01h00 laut Blue Book] berichteten Zeugen in Lincoln – in unmittelbarer Näher des Entführungsortes – die Sichtung eines zylindrischen Objektes mit einem mittig verlaufenden ‚Lichtband’ am Himmel, dass seitlich ‚Ausleger’ in V-Form aufwies die an kleine Flügel erinnerten, an deren Spitzen sich rote Lichter befanden.

Dieses UFO wurde rund eine halbe Stunde lang beobachtet und ähnelte in auffallender Weise dem von den Hills beschriebenen Objekt! Signifikant ist nun, dass eine Radarstation der Air Force das Objekt ebenfalls auf seinen Schirmen lokalisierte – es war rund 4 Kilometer vom Tower entfernt!

Einen Tag zuvor – am 19. September 1961 – tauchte gegen 17h22 [etwas über 6 Stunden vor der Hill-Entführung] auf den Radarschirmen der Air Force Station in North Concord, Vermont, ein UFO auf, das Blue Book später als ‚a large aircraft’ umschrieb. Dieses Objekt bewegte sich rund 80 Meilen entfernt in südlicher bzw. südwestlicher Richtung, war somit ungefähr im gleichen Areal aktiv in dem später auch die Entführung stattfand!

Um den Hill Fall haben wir also eine Gruppe unabhängiger Zeugen ‚am Boden’ als auch ein ‚unidentifiziertes’ Objekt, das im Zeitfenster der Entführung – bei zwei Gelegenheiten - auf Radar erschien! [Quelle: Captured! The Betty and Barney Hill UFO Experience, Kathleen Marden & Stanton T. Friedman, New Page Books, Franklin Lakes 2007]

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