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Sonntag, 27. September 2015

Historische UFO Begegnungen

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Ein weit verbreiteter Irrtum über das UFO-Phänomen ist der, dass es seinen Anfang erst 1947 mit der Sichtung von Kenneth Arnold über dem Mt. Rainer Gebirge nahm. Zwar begann das „moderne UFO – Zeitalter“ an jenem denkwürdigen 24. Juni, doch Berichte über außergewöhnliche Flugobjekte lassen sich auch in historischen Epochen eruieren.

Einer der meiner Meinung nach interessantesten Berichte stammt zweifelsfrei vom Erzbischof Agobard. Agobard von Lyon wurde 779 in der Nähe von Narbonne geboren. Er gehörte damals zu den ersten „Rationalisten“ des frühen Mittelalters und schrieb über 20 Bücher, die sich unter anderem mit den Naturerscheinungen auseinandersetzten.

In seinem Werk „Agobardi liber contra insulam vulgi opinionem de grandine et tonitruis” berichtet er voller Bedauern, dass das einfache Volk an eine teuflische Gesellschaft glaube, welche das Getreide in großen Massen fortstehle und auf Schiffen durch die Luft nach einem fabelhaften Land Magonia fortführe, um es dort zu verkaufen. (1)


Das Buch wurde zunächst nur teilweise aus dem Lateinischen übersetzt und in Auszügen im L’ Annuaire de Lyon 1873 veröffentlicht. Dort ist zu erfahren, dass einmal vier Menschen aus diesen „Wolkenschiffen“ stürzten und von der aufgebrachten Menschenmenge in Ketten gelegt und fast gesteinigt worden wären.

Der heilige Agobard schritt ein und nach langem Streit wurden die vier bedauernswerten Menschen freigelassen. (2) Leider ist nichts näheres über die besagten Personen überliefert, so dass wir nur rätseln können was damals, zu Zeiten Karls des Großen, tatsächlich geschah!

Da historische Begegnungen von einem ganz besonderen Interesse sind, beschäftigte sich ein Leser intensiv mit diesem Thema und stellte mir freundlicherweise zwei der von ihm gefundenen Reporte zur Verfügung, die erstaunliche Parallelen zu den heutigen UFO-Sichtungen offenbaren:

UFO – Sichtung in Jena, 1805

Am 1. Februar des Jahres 1805, gerade ¾ auf vier Uhr, als noch die dichte Finsternis herrschte, nahmen die Soldaten auf hiesiger Hauptwache in Jena auf einmal einen sehr hellen Schein war, den sie im ersten Augenblicke für die Wirkung einer in der Nähe plötzlich ausgebrochenen großen Feuersbrunst hielten. Mehrere liefen aus der Wachstube heraus und der Trommelschläger war im Begriffe Feueralarm zu schlagen.

Als aber dieser den Blick in die Höhe richtete, kommt über das benachbarte Dach in südwestlicher Richtung eine Feuerkugel gezogen, die sich wie ein Menschenkopf mit noch einem Stück der Brust darstellte. Sie war weit heller als der volle Mond, so dass man jede Nadel auf der Erde sehen konnte, mit einem etwas matten Schein, jedoch ohne Schweif, und mit einer Anzahl von mindestens 30 Sternchen.

Dieser Meteor, der nicht hoch über dem Dache langsam hin und her schwebte, zog sich über den gleich an der Hauptwache angeschlossenen Schlosshof – die Soldaten liefen in den selben hinein, um die Kugel zu verfolgen.

Diese schwebte immer gemachsam nach der langen Seite über den Hof fort, und war am Ende desselben, wo sich (am östlichen tieferen Ende der Stadt) die herzogliche Reitbahn befindet, im Begriffe sich auf die Erde zu senken, so dass sie nur noch etwa Mannshoch über derselben schwebte, auf einmal aber erhob sie sich wieder mit einem Zischen über das Dach und zog gerade ostwärts nach dem Sempentale zwischen dem Hausberg und dem Frenzig.

Die Zeit der Verweilung an diesem Ort schätzte der Beobachter, aus dessen Munde selbst ich diese Beschreibung habe, auf etwa fünf Minuten. Als sich der Meteor entfernt hatte, war im Schlosshofe einige Zeit lang ein brenzlich-schwefliger Geruch sehr merklich zu verspüren.

Am Morgen des 2. Februar erhielt ich Nachricht, dass diese Feuerkugel auch in Fertaprießnitz, einem Dorf eine Stunde von Jena ostwärts gelegen, bemerkt worden sei. Weiter hießt es in diesem Bericht, dass die Feuerkugel so langsam zog, dass sie Schlangenbogen beschrieb.

Gut zwei Monate später wurde scheinbar das gleiche Objekt, das als „größer und heller als der volle Mond, ganz rund und ohne Schweif“ beschrieben wurde, bei Dresden gesehen. Auch wurde dort „eine Explosion wie der stärkste Donnerschlag gehört“. (3)

Dieser Bericht ist in vielfacher Sicht höchst signifikant! Einmal haben wir hier die äußerst günstigen Rahmenbedingungen für die Sichtung: Eine hohe Zahl von Augenzeugen beobachtet in einem Jahr, in dem das UFO-Phänomen noch völlig unbekannt ist, ein höchst exotisches, flugfähiges Objekt. Und, ein Umstand der selbst heute nicht immer gegeben ist: Ein Untersucher nimmt sich des Falles an und befragt die Zeugen!

Und dann haben wir ja auch noch das Objekt: Dieses schwebt langsam hin und her, senkt sich dann auf die Erde und kann dann im „Finale“ aus eigenem Antrieb heraus wieder aufsteigen und davonziehen. Es wird an mehreren Orten zu verschiedenen Zeiten wahrgenommen und fliegt bei der Stadt Dresden in Schlangenbogen, wobei es heller scheint als der Vollmond! Gut 90 Jahre später ereignete sich unser nächster Fallbericht, der aus Riga stammt und nicht weniger interessant ist als der Fall aus Jena:

UFO – Sichtung in Riga, 1898

Oberlehrer Pflaum machte über ein von ihm beobachtetes Phänomen die nachstehende Mitteilung: Am 10.August um 11h00 abends nach mittlerer Rigaer Zeit zufällig ins Freie tretend, bemerkte ich hoch über mir am Himmel, fast im Zenith einen eigentümlichen goldgelben Streifen, der sich durch die Sterne der Cassiopeia streckte und in mattem Glanze strahlte.

Der Himmel war nicht ganz klar, sondern dunstig, so dass man die helleren Sterne bis zur dritten Größenklasse herab ganz deutlich, die schwächeren dagegen nicht sehen konnte. Wolken waren, soweit der Blick reichte, nicht zu sehen.

Der erste Gedanke zur Erklärung des Phänomens war derjenige, es handle sich hier um die Spur einer soeben verschwundenen Feuerkugel, deren Auftreten erfolgt sein mochte, bevor ich ins Frei getreten war.

Aber gleichzeitig erschien es mir nicht möglich, dass der goldgelb, aus vier Teilen bestehende Streifen ein so eigenartig gestalteter Komet sei, der plötzlich in Sonnennähe gelangt, nun einen bedeutenden Glanz entfalte.

Nachdem ich mit einem guten Opernglase mich über die Form des Objektes genügend orientierte, begab ich mich trotz der späten Stunde auf den Weg zu Direktor Schweder, um ihn auf die seltsame Erscheinung aufmerksam zu machen. Die Ungeduld ließ mir nicht so viel Zeit, den weiten Weg dahin zu Fuße zu machen, und fuhr ich daher hinaus, immer den vermeintlichen Kometen im Auge behaltend.

In der Wohnung von Direktor Schweder angelangt, erfuhr ich, dass niemand von der Herrschaft zu Hause sei, und zeigte ich dem Dienstmädchen den inzwischen fast unverändert gebliebenen Streifen. Es war dreiviertel 12 Uhr, also seit meiner ersten Beobachtung eine halbe Stunde verflossen.

Als ich eben Direktor Schweders Wohnung verlassen und mich nach Hause begeben wollte, kam Direktor Schweder nach Hause; wir begaben uns gleich auf die Straße – aber – welch Tücke des Geschicks – der Himmel war dunstig geworden, dass alle Sterne, auch die hellsten verschwunden waren.

Nur undeutlich konnte man die Konturen des vermeintlichen Kometen durch den Dunstschleier hindurch erkennen. Unbefriedigt begab ich mich heim und beobachtete nun unausgesetzt den Himmel, aber er wurde nicht wieder klar.

Trotzdem sah ich gegen halb ein Uhr ein helles Meteor nahe dem Zenith aufblitzen, dessen Glanz sehr bedeutend gewesen sein muss, da es am völlig dunklen Himmel deutlich sichtbar wurde. Das war aber auch der einzige Gewinn von meinem ausdauernden Beobachten, gegen halb zwei Uhr gab ich dasselbe auf.

Am folgenden Tag blieb der Himmel unklar. Bei erster Gelegenheit, wo sich Cassiopeia zeigte, konnte ich erkennen, dass die beobachtete Erscheinung keine dauernde gewesen, dass die Vermutung, es handle sich um einen Kometen eine irrige gewesen sei. Doch waren die Beobachtungsverhältnisse äußerst ungünstig.

Gerade um die Zeit, wo sich das gelbe stabförmige Gebilde sich am Himmel zeigte, war in der Umgegend auf der Petersburger Chaussee ein Schadenfeuer ausgebrochen. Der Himmel war, wie bereits angegeben, wolkenlos, und zeigte sich daher statt eines Feuerscheins nur ein schwacher rötlicher Schimmer am nördlichen Horizont.“ (4)

Wie man anhand der hier zitierten Beispiele sehen kann, ist das UFO-Phänomen tatsächlich keine "moderne" Erscheinung. Auch unsere Vorfahren hatten schon merkwürdiges am Himmel beobachtet und konnten es sich genau so wenig erklären wie wir heute!

Quellen

1.) Gustav Roskoff, Geschichte des Teufels, Parkland Verlag, Stuttgart 1993. 2.) Jacques Vallee, Dimensionen, 2001 Verlag, Frankfurt 1994. 3.) Johan Heinrich Boigt, Magazin für den neuesten Zustand der Naturkunde, Band 9, 1805. 4.) Korrespondenzblatt des Naturforscher Vereins zu Riga, Band 41, Riga 1898.

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