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Montag, 21. September 2015

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!

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In „Geisterschlösser in Österreich“ fand ich den Hinweis auf das oben im Titel genannte Buch einer Maria Gräfin von Maltzan. Die hochwohlgeborene Dame hatte auf den herrschaftlichen Residenzen ihrer Familie diverse „Vorfälle“ erlebt, die in meinen bzw. unseren - wenn ich uns alle mal als Parakollektiv begreifen darf  -  Interessenkreis hineinreichen.

Das Buch habe ich bestellt und bald wird es gelesen. Bin gespannt, ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass sich in paranormal nicht konditionierten Biographien (damit meine ich solche die sich nicht im Schwerpunkt mit „Phänomenen“ auseinandersetzen) immer wieder Hinweise auf „ungewöhnliche“ Vorfälle finden.

Update: Das Buch der von Maltzan ist heute bei mir eingetroffen und ausgesprochen aufschlussreich. Das Erlebnis mit der „Wilden Jagd“ hatte nicht sie selbst sondern ihre englische Nurse.

Bevor sie zu uns nach Militsch kam, war sie Kinderfrau bei meinem Onkel, dem Grafen Blücher von Kribolwitz gewesen. Als sie die Stellung auf dessen Schloß antrat, erlebte sie eine fürchterliche erste Nacht. 
Als sie sich zur Ruhe begeben hatte, hörte sie auf einmal lautes Waffengeklirr und Pistolenschüsse, das markerschütternde Stöhnen Sterbender und Soldatenflüche in zwei Sprachen, die sie nicht verstand. Die Kampfgeräusche währten bis zum Morgengrauen. 
Geschockt vom Eindruck dieses Erlebnisses ging sie am Vormittag zum Grafen, um sofort zu kündigen. Blücher erzählte ihr aber, dass sie nicht die einzige wäre mit solchen Wahrnehmungen an dem Jahrestag, da die Franzosen das Schloss seines Urgroßvaters, des ‚Marschall Vorwärts’, überfallen hätten, um diesen zu töten. 
Der Kampf seines Leibregimenets gegen die französischen Eindringlinge habe die ganze Nacht über angedauert und schließlich siegreich geendet.“ 

Etwas kurios ist auch der Einstieg ins Buch. Die Autorin berichtet, dass eine Vorfahrin von ihr, eine Eva-Popelia Gräfin von Lobkowitz, von einem „Zwerg“ eine Perlenkette erhalten habe. Diese verfärbte sich schwarz wenn ein Familienmitglied verstorben war, ein Effekt der bis in die jüngere Zeit hinein beobachtet werden konnte, denn noch ihre Mutter trug diese Perlen.

Der „Zwerg“ verbot ausdrücklich die Perlen einer Analyse zu unterziehen, als sich ein Vorfahre jedoch gerade daran gemacht hatte, sei ein Blitz eingeschlagen.

Solche „Zwergengeschenke“ sind vielfach überliefert, es wäre wohl nicht ungeschickt den Spuren nachzugehen, denn zeitlich liegen sie näher als die vermeintlichen Relikte der „Prä-Astonauten“. Womöglich verstauben in europäischen Ritterburgen Artefakte die wir sonst nur in der Ferne (Südamerika, Ägypten usw.) suchen!?

An den „Para-Schranz in Stans“ erinnerte mich übrigens die Schilderung über eine „Phantomhand“ im Zusammenhang mit dem Tod des Vaters: 

Der Diener meines Vaters hatte mir erzählt, dass mein Vater, als meine Mutter bei meiner hochschwangeren Schwester Reichenau in Münster weilte, aufgewacht sei, weil über dem einen Ehebett eine weiße Hand erschienen sei. Als mein Vater ihm das erzählte, habe er sofort erklärt, dass Exzellenz, wenn sie zurückkehre, unter gar keinen  Umständen dort schlafen dürfe, denn in dem Bett werde gestorben. Kurz darauf erkrankte mein Vater schwer, wurde häufig umgebettet und starb dann in eben diesem Bett“.