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Sonntag, 1. Oktober 2017

The Van Meter Visitor
Lu|ci|fer in Iowa


Obwohl ich die „paranormale Landkarte“ der USA recht gut kenne, fällt mir zum Staat Iowa nicht viel ein. Weder ein UFO- noch ein Squatch-Report ist in meinem Gedächtnis haften geblieben.
Vor ein paar Tagen habe ich jedoch eine recht gelungene Dokumentation gesehen, in der auch über ein geflügeltes „Monster“ berichtet wurde, welches sich 1903 in der Ansiedlung Van Meter herumgetrieben hat.
Meiner Nomenklatur zufolge kein Kryptid, sondern viel mehr ein Paranaut, also ein Wesen welches keine Entsprechung in der Natur haben kann weil die beobachteten Eigenschaften zu „strange“ sind.
Quelle des Beitrages war das Buch THE VAN METER VISITOR von drei Autoren / Forschern: Chad Lewis, Noah Voss und Kevin Lee Nelson, welches ich mir bestellt habe.
Hintergrund
Der Name des Staates Iowa leitet sich von Ioway ab (gemäß der Benennung durch die Ioway, Sac und Fox Stämme) und bedeutet soviel wie „this is the place“. Der Ort Van Meter, Dallas County, etwas westlich vom geographischen Zentrum des Staates gelegen, wurde 1845 von den Stump-Brüdern gegründet, leitet seinen Namen jedoch von J. R. Van Meter ab, einem angesehenen Bürger der Region.
Im Jahr 1903 gab es rund 1000 Einwohner. Die Bilder der Ansiedlung die sich im Buch finden machen auf mich den Eindruck einer „klassischen“ Westernstadt mit einigen „modernen“ Steingebäuden. Ökonomische Höhepunkte waren zu der Zeit eine Ziegelei und eine (damals bereits geschlossene) Kohlemine.
Chronologie
Der Spuk begann am 29. September 1903. Am frühen Morgen des Tages bemerkte  U. G.  Griffith auf dem Mather & Gregg Gebäude ein strahlend helles Licht. Er hatte zuerst den Eindruck dass sich dort Einbrecher zu schaffen machen. Jedoch kreuzte das Licht die Straße, landete auf dem Nebengebäude um später auch von diesem abzulassen und zu verschwinden.
Am 30. September 1903, abermals früh morgens, wurde Dr. Alcott von einem strahlend hellen Licht geweckt, welches durch sein Fenster schien. Sein anfänglicher Verdacht dass ihn vielleicht ein Patient ein Signal gab, bestätigte sich nicht.
Nachdem er ins Freie getreten war (mit einer Handfeuerwaffe), erkannte er eine bizarre Figur vor seinem Haus. Das „Ding“ sah aus wie eine Mischung aus Mensch und Tier, hatte große Flügel wie die einer Fledermaus und auf seiner Stirn ein „Horn“ aus welchem Licht schien.
Er eröffnete das Feuer auf den „Besucher“ und traf ihn mehrmals, ohne jedoch das gewünschte Ziel zu erreichen, anschließend flüchtete er sich zurück in sein Büro.
Der „Trend“ dass die Kreatur entweder in den frühen Morgenstunden oder in später Nacht erschien, setzte sich fort. Der Kassierer der Van Meter Bank, Clarence Dunn, hatte am 1. Oktober 1903 seine Begegnung.
Er wurde am frühen Morgen durch ein Fenster hindurch von hellem Licht angestrahlt. Dabei verhielt sich dieses wie ein „Suchlicht“ und schwenkte hin und her. Dahinter war eine „große Form“ zu sehen. Dunn eröffnete durch das Fenster hindurch das Feuer, erzielte aber auch keinen Erfolg, der Angreifer war verschwunden und hinterließ auf dem Boden einen dreizehigen, großen Abdruck.
In der Nacht des gleichen Tages hörte O. V. White ein kratzendes Geräusch vor seinem Haus, bewaffnete sich und sah aus dem Fenster. Auf dem nahestehenden Telefonmasten befand sich das geflügelte Monster, welches er sofort beschoss (“shoot first and then ask questions”), jedoch zeigten die Kugeln mal wieder keine Wirkung.
Stattdessen richtet sich der „Scheinwerfer“ der Kreatur auf ihn und atemberaubender Gestank war zu riechen. Bei White setzte ein merkwürdiger Effekt ein, denn wir sonst nur vom UFO-Phänomen her kennen, er hatte einen Blackout und konnte sich nicht mehr erinnern was anschließend geschehen war – „Missing Time“.
Der infernalische Lärm hatte seinen Nachbarn Sidney Greg geweckt. Dieser öffnete die Tür und konnte von dort aus sehen, dass der Eindringling sich auf dem Boden befand.
Mit seinem „Suchlicht“ scannte er die Gegend. Die Größe lag geschätzt bei rund 240 cm (aus welchen Gründen heraus auch immer scheint dies die „Norm“ zu sein bei Mothman, Werwolf, Squatch & Co.).
Er machte ein paar interessante Beobachtungen. Die Kreatur konnte auf allen Vieren laufen und springen wie ein Känguru während es mit seinen Flügeln schlug. Es flog dann in Richtung der stillgelegten Kohlemine. Greg scheint der einzige gewesen zu sein der es nicht unter Feuer genommen hat…
Showdown
Die Aktivitäten des/ bzw. der Geflügelten fanden über fünf Tage hinweg statt und endeten am 3. Oktober 1903. Die Arbeiter der Ziegelei (diese stand in unmittelbarer Nähe zur stillgelegten Kohlemine) hörten aus den Stollen bizarre Geräusche, wenig später waren zwei der Kreaturen zu sehen welche dort offenbar ihre Residenz aufgeschlagen hatten.
Unter Anleitung des Managers des Unternehmens, J L. Platt Jr., bewaffneten sich die Arbeiter der Nachtschicht und schossen auf die Wesen, die in der Höhle verschwanden, später jedoch wieder auf „Tour“ flogen.
Platt und seine Leute besorgten sich weitere Waffen und Dynamit und warteten auf deren Rückkehr. Die Ballerei ging ein weiteres Mal los, doch diesmal wurde auch der Zugang zum Stollen (mit den Wesen darin) gesprengt.
Offenbar war das eine „erfolgreiche“ Aktion, denn weitere Sichtungsberichte lagen nicht mehr vor. Die Angelegenheit schlug sich in den kommenden Tagen in der Presselandschaft des Staates nieder. Kurioserweise wurde der gesprengte Mineneingang seitdem nicht mehr freigelegt…
Diskussion
Bei „historischen“ Berichten liegt der Nachteil bei der Fallrecherche klar auf der Hand. Die Zeugen sind bereits verstorben und es liegen lediglich Presseberichte vor. Jedoch lassen sich ein paar Details feststellen:
► Die genannten Männer haben in der Stadt wirklich gelebt, das ist bei den meisten Hoax-Geschichten nicht der Fall, dies wurde von den Autoren recherchiert. Landesweit wurden ihre Namen im Zusammenhang mit der Geschichte veröffentlich, ohne dass es ein Dementi ihrerseits gab.
► Der Stolleneingang wurde 1903 gesprengt, was völlig sinnfrei wäre bei einer inaktiven Anlage! Die Ereignisse waren noch Jahrzehnte nach dem Vorfall Diskussionsstoff im Ort, es war also keine „Presseente“, es gab direkte und indirekte Zeugen welche die Diskussion am laufen hielten.
► Autor Voss fand 50 Berichte in denen ähnliche Kreaturen in anderen Regionen / Zeiten beobachtet worden sind, wobei jedoch die Sache wegen dem „Scheinwerferlicht“ einzigartig bleibt.
► Die „Phänomenologie“ ist interessant. Geflügelte Wesen sind ein „Evergreen“ innerhalb paranormaler Phänomene („Mothman“), der Einsatz des Lichtes erinnert an das Solid Light der Ufologie ebenso wie der Blackout/Missing Time-Effekt  und der Gestank des Wesens ist von vielen Paranauten bekannt, man denke nur an Bigfoot, der offenbar gerne mal ein Bad auslässt.
Das Van Meter Monster ist ein interessanter „Hybrid“ aus UFO-Aspekten und Kryptiden/Paranauten, so als ob die Intelligenz hinter der Erscheinung sich nicht so recht entscheiden konnte als was sie „auftreten“ wollte!*
„Parallelparanaut“ in Utah?
Rund drei Wochen vor den Vorfällen in Iowa, im September 1903, wurde eine erstaunlich ähnliche „Figur“ in Utah, Stansbury Island, beobachtet.
Martin Gilbert und John Barry beobachteten ein Wesen welches halb Vogel, halb Reptil gewesen sei, mit Fledermausflügeln und glühenden Augen.
Etwas unkonventionell hingegen war die geschätzte Größe, stattliche 50 Fuß und der Umstand dass es sich ein Pferd als Häppchen eingefangen haben soll.
Merkwürdig mutet eine weitere Beobachtung am Himmel an, die Gilbert wie folgt beschrieb:
„…when suddenly to the northwest there appeared a thing I don’t know what to call it. It looked to me like a brilliant rainbow folded into compact mass, moving rapidly through the air”.
Voss vermutet, dass es sich dabei um ein “Portal” gehandelt haben könnte, durch welches das Wesen in unsere Realität gelangte. Wer die Geschichte rund um die Skinwalker-Ranch kennt, wird sich noch erinnern dass die NIDS-Untersucher so ein „Portal“ (an sich nicht mehr als eine 2D-Fläche im 3D-Raum) beobachtet haben, aus dem ein Squatch spaziert sein soll.
Die Geschichten um diese Portale sind recht interessant, weil es zahlreiche Zeugenaussagen gibt in denen etwa beschrieben wird dass andere „Landschaften“ oder Tageszeiten sichtbar waren.
Resümee
Das Buch ist erstaunlich interessant. Erstaunlich weil darin auch „alternative“ Arbeitshypothesen besprochen werden, etwa die Ansätze von Vallee und Keel oder Spekulationen über ein holographisches Universum und Tricksteraktivitäten. Ich denke das Van Meter Monster dürfte bald so populär sein wie Mothman…


* Diese Unentschlossenheit des Phänomens lässt sich für das 19jahrhundert recht gut nachweisen, da waren die Grenzen zwischen Kryptiden, Ufonauten und UFOs noch ziemlich fließend. Am 10. April 1897 etwa berichtete der Waterloo Courier über das Erlebnis eines  J. K. Joder. 
Dieser beobachtete ein gewaltiges Wesen mit Fledermausflügeln, welches unweit zur Landung ansetzte. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass es kein „Lebewesen“ war sondern ein „Flugobjekt“. 
Um dieses herum standen kleinwüchsige „Ausländer“ die sich in einer unbekannten Sprache unterhielten und es reparierten, um sich damit wieder aus dem Staub zu machen. Ältere Semester unter den Lesern, werden sich noch erinnern dass solche „Reparaturfälle“ recht häufig waren im Zeitfenster von 1950 bis etwa 1970. 
UFOs landeten, immer gut sichtbar und vor Publikum, Ufonauten stiegen aus, manipulierten an der Untertasse und entschwanden wieder.

1 Kommentar:

seko hat gesagt…

der grund weshalb kryptide wie werwolf mothman usw immer um die 2,40m groß sind ist,weil sich dahinter reptoids verbergen!
Sie benutzen "Mimikry"!dies ist eine telephatische form bei der dem beobachter suggeriert wird man sehe eben die entsprechende form die der/die reptoid gewählt hat.indiz sind die gluehenden augen (gelb oder rot!)!!
Diese wesen wollen nicht erkannt werden und lieben es angst zu verbreiten. Daher wählen sie gerne formen die uns Angst machen.
Bei etlichen berichten jagen sie den beobachtern angst ein,kratzen und knurren "nur" saugen unsere angst aura auf.wie ein rausch für die...

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