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Mittwoch, 14. Oktober 2015

CE4: Psychologische Gutachten

Dank an Donnie Darko für das krasse Bild! :-) 

In der öffentlichen Diskussion wird immer wieder der Vorwurf geltend gemacht, Menschen mit CE3/CE4 Erfahrungen seine psychisch krank, oder unschön formuliert, schlicht „Verrückt“. 

Die wenigsten wissen jedoch, das wohl die meisten in Deutschland beheimateten „Abductees“ bereits psychologische Tests abgelegt haben, die eindeutig belegen, dass sie geistig völlig normal sind und dem Bevölkerungsdurchschnitt entsprechen! 

Psychologische Gutachten über Menschen mit Besuchererfahrungen und Entführungserlebnissen liegen also zahlreich vor. Eines der ersten stammt von Dr. Elizabeth Slater aus New York, die ihre Testreihen Anfang der 80ger Jahre durchführte. 

Gesponsert wurde die Untersuchung vom „Found for UFO – Research“ auf Initiative von Dr. Aphrodite Clamar und Ted Bloecher, die sich beide mit dem Abductions – Phänomen auseinander setzten. 

Testvehikel waren hier das Minnesota Multiphasische Persönlichkeitsinventar, der Rorschachtest, der Hamburg-Wechsler-Intelligenztest, gefolgt von Thematischen Apperzeptionstests und zu guter letzt folgte ein projektiver Zeichentest. 

Obwohl die untersuchten Probanden einen gewissen Grad an Identitätsstörung und Defizite im Zwischenmenschlichen Bereich aufwiesen, waren sie sonst alle geistig gesund und wiesen keine Paranoia oder Geisteskrankheit auf! 

Interessant war lediglich, dass sich die Probanden mit ihrer eigenen Sexualität unwohl fühlten, was theoretisch auch mit den Erlebnissen an Bord der Objekte in Zusammenhang stehen könnte. [Budd Hopkins, Eindringlinge, Kellner Verlag] 

Zu vergleichbaren Ergebnissen kam auch der amerikanische Forscher Nicholas Spanos. Spanos hat mit drei anderen Fachkollegen zu diesem Thema eine wissenschaftliche Arbeit im „Journal of Abnormal Psychology“ veröffentlicht. 

Es ging dabei um einen exakten Vergleich zwischen Personen, die behaupteten, eine UFO – Nahbegegnung erlebt zu haben und zwei Vergleichsgruppen von Personen, die noch nie eine UFO Sichtung gehabt hatten. 

Die Personen der ersten Vergleichsgruppe wurden durch Zeitungsanzeigen gefunden, die Vertreter der zweiten Gruppe waren Psychologiestudenten, die sich freiwillig für einen Persönlichkeitstest gemeldet hatten, also gar nicht genau wussten, zu welchem Zweck der Test gemacht wurde. 

Alle Personen wurden einer Vielzahl von Tests unterworfen, welche unter anderem die psychische Gesundheit, Intelligenz, Vorstellungskraft und Hypnotisierbarkeit überprüfen sollten. Das Ergebnis der Fachleute von Nicholas Spanos Arbeitsgruppe ist relativ eindeutig: 

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Gruppe der Personen mit Bezug zum UFO-Phänomen in keinem der Tests schlechter abgeschnitten hat, als die Vergleichsgruppe. Im Gegenteil, die Bewertung für die psychische Gesundheit fielen teilweise sogar besser aus, als beim Rest. Eines der Resümees von Spanos lautet: 

Kurz gesagt, diese Ergebnisse liefern keinerlei Unterstützung für die Hypothese, dass Personen mit UFO Sichtungen psychologisch gestört sind“. [Lammer & Sidla, UFO Nahbegegnungen, Herbig Verlag] 

Der Pulitzer Preisträger und Harvard Professor John E. Mack gab ebenfalls ein psychologisches Gutachten über einen Entführten in Auftrag. Diese Untersuchung bestätigte die Ergebnisse von Nicholas Spanos. 

John Mack beauftragte den Psychopathologen Dr. Shapes mit der Untersuchung, der den Entführten, außer seiner klinischen Befragung, dem Wechsler-Adult-Scale-Revised, einem standardisierten Intelligenztest, dem Bender-Visual-Motor Gestalttest [der das Gehirn auf organische Fehlfunktionen prüft], dem Thematik-Apperception Test, dem Minnesota Multiphasik-Personality-Inventory-2 und dem Rohrschach-Ink blood Test unterzog. 

Diese Testreihen sind allesamt projektive Tests, die, die Beschaffenheit psychologischer Funktionen und Strukturen aufdecken. Dr. Shapes fand heraus, dass der Abduzierte „sehr gut funktionierte, wachsam, konzentriert, intelligent, beredt und ohne erkennbare Ängstlichkeit“ war. Es gab keine organisch-neurologischen Fehlfunktionen. 

Dr. Shapes schloss: „Am bedeutendsten ist, dass keine Psychopathologie vorhanden ist. Keine Psychose oder größere Neigungen zu Störungen ist diagnostizierbar. Signifikant war ein mäßiger Level an sexueller Beschäftigung. Sein Einzelprofil weist darauf hin, dass er sexuell missbraucht worden sein kann.“ 

Den Verdacht auf sexuellen Missbrauch kommentiert Professor Mack: „Die Andeutung sexuellen Missbrauchs ist interessant, wenn man die traumatischen Prozeduren beleuchtet, die dem Entführten von den Außerirdischen auferlegt wurden. In seiner Geschichte weist nichts auf sexuellen Missbrauch durch Menschen hin“. [John E. Mack, Entführt von Außerirdischen, Bettenorf Verlag.] 

Bereits 1987 äußerte der prominente amerikanische Psychiater Dr. Robert J. Lifton in der NBC Fernsehsendung „Today Show“ eine durchaus ähnliche Meinung zum UFO Entführungsphänomen. 

Er wies ausdrücklich darauf hin, dass das Phänomen noch auf eine Erklärung wartet und nach einer seriösen Untersuchung verlangt. Es gäbe keine psychologische Erklärung für diese Erfahrungen! [Illobrand von Ludwiger, MUFON-CES Bericht No.10, Eigenverlag.] 

Eine solche, seriöse, wissenschaftliche Untersuchung, wie sie Dr. J. Lifton wohl vorgeschwebt haben dürfte, führten die beiden Wissenschaftler Kenneth Ring und Christopher Rosing durch. Beide arbeiten in der psychologischen Abteilung der Universität Conneticut und weisen eine ausgezeichnete Reputation auf. 

Nach Auswertung der Fragebögen von 264 Probanden [davon 97 Personen mit UFO Begegnungen, 39 Personen, die an UFOs interessiert sind, 74 Personen, die eine Nahtoderfahrung durchgemacht hatten und 54, die an solchen Erfahrungen interessiert waren] kamen Ring und Rosing zu dem Schluss, dass die Gruppe der Menschen mit den UFO Entführungserlebnissen psychologisch nicht vom Rest der Befragten abwich. 

Was die beiden Psychologen jedoch feststellten war, dass diejenigen Personen mit einem UFO Erlebnis generell sensitiver für Erlebnisse übernatürlicher Art waren und eine höhere Rate von Fällen mit Kindesmissbrauch aufwiesen, als die Vergleichsgruppen. [Lammer & Sidla, UFO Nahbegegnungen, Herbig Verlag.] 

Gedanken zu den vielfältigen psychologischen Hintergründen von UFO – Entführungserfahrungen haben sich auch die Wissenschaftler der MUFON-CES Gruppe gemacht. Sechs Zeugen, die behaupteten „Abduktionen“ [Entführungen] mitgemacht zu haben, wurden vom Psychologen Siegfried Streubel mittels des sogenannten Rohrschachtests untersucht. 

Mit dieser Testmethode lässt sich ermitteln, ob Personen in der Vergangenheit einen schweren Schock, ausgelöst durch ein externes Ereignis, erlebt haben. Von den sechs Zeugen, wurde eine Person als schizophren erkannt, es war also möglich, zwischen gesunden und geistig Kranken zu trennen. 

Das Ergebnis des Rohrschachtests bei den restlichen fünf Personen ist eindeutig. Streubel hat bei den psychologischen Profilen der Abduzierten eine signifikante Abweichung vom Profil einer Normalperson feststellen können. Mit anderen Worten, die Entführten zeigten die Symptome eines traumatischen Erlebnisses, das mit ihrer UFO Begegnung im Zusammenhang steht. 

Es war also möglich, festzustellen, das etwas mit der Person passiert ist, aber es lässt sich keine Aussage darüber machen, ob das traumatisierende Ereignis nur für das subjektive Empfinden der Person stattgefunden hat, man könnte sagen, eingebildet war, oder tatsächlich auf realen Begebenheiten basiert. 

Interessant ist, dass die Person mit Schizophrenie sich signifikant von den fünf Abduzierten unterschied. Es war daher möglich, eindeutig zwischen nicht Abduzierten, der geistig erkrankten Person und den abduzierten Personen mit dem Rohrschachtest zu unterscheiden. 

In seiner Schlussfolgerung empfiehlt Streubel den Test, als eine Möglichkeit, zwischen Personen mit Entführungserlebnissen und Schwindlern differenzieren zu können. [Lammer & Sidla, UFO Nahbegegnungen, Herbig Verlag.] 

Vor einigen Jahren schlossen sich mehrere amerikanische Psychiater und Psychologen zusammen und gründeten die TREAT – Vereinigung, die sich mit abnormalen traumatischen Zuständen beschäftigt, wie sie etwa auch bei UFO – Entführungsopfern auftreten. 

Die Leiterin dieser Vereinigung ist Dr. Rima Laibow, die sich in einem Interview mit Dr. Delavre zu ihren Forschungsergebnissen geäußert hat. Über die geistige Verfassung der Abduzierten meine sie: 

Wie ich schon sagte, handelt es sich bei den Entführten um Menschen, die nach allen psychologischen Maßstäben normal sind, also weder um Neurotiker noch Psychopathen. Es ist daher verständlich, dass die geschilderten Erlebnisse [also die Entführung] einen erheblichen psychischen Stress zur Folge haben“. [Johannes Fiebag, Die Anderen, Herbig Verlag.] 

Signifikant ist auch ein weiteres Ergebnis ihrer Forschungsarbeit mit Entführten. Sie stellte an ihnen ein Trauma fast, dass „Posttraumatische Stress Syndrom“ [PTSS]. 

Sie weist darauf hin, dass das PTSS nach Definition des offiziellen Handbuches für Diagnose und Statistik [DSM III] unbedingt mit einem erlebten, realen Trauma verbunden sein muss. Anders gesagt: ohne externes Trauma tritt PTSS nicht auf! 

Beispiele für solche traumatischen Erlebnisse wären etwa Mordattacken, sehr schwere Unfälle oder Kriegsereignisse. Dr. Rima Laibow, und nicht nur sie allein, haben festgestellt, dass PTSS ein starkes Argument für objektive Vorgänge ist. [Lammer & Sidla, UFO Nahbegegnungen, Herbig Verlag.] 

Die psychologische und psychiatrische Datenmenge über Abduzierte führt zwischenzeitlich selbst bei den militantesten Skeptikern zum Nachdenken. Behaupteten diese vor Jahren noch einhellig, alle Abduzierten wären geistig krank oder würden lügen, scheint man sich nun wohl oder übel den wissenschaftlichen Erkenntnissen beugen zu müssen. 

So legte der Psychologieprofessor Robert A. Backer seine Forschungsergebnisse im amerikanischen „Skeptical Inquirer“ vor. Er stellte darin fest, dass „keinerlei Anhaltspunkte für die Hypothese, dass Menschen, die über UFO Erlebnisse berichten, als psychopathologisch einzuschätzen sein“ vorliegen. [Gero von Randow, Der Fremdling im Glas, rororo.] 

Wir müssen feststellen, dass die moderne Psychologie, wichtige Erkenntnisse über das Entführungsphänomen zu Tage gefördert hat. Es ist zum einen möglich, zwischen imaginären [fabulierten] und realen Entführungsberichten zu unterscheiden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Berichte geistig kranker Menschen auch als solche zu erkennen. 

Der berichtete sexuelle Missbrauch an Bord der Objekte, hinterließ seine Spuren in der Psyche der Abductees, die nun auch nachgewiesen werden können. Des Weiteren haben wir nun den Beweis, dass Abduzierte geistig gesund sind und daneben ein Trauma aufweisen, dass nur durch externe Einflüsse ausgelöst worden sein kann! 

Hypnagoge Visionen 

Der deutsche UFO Skeptiker Ulrich Magin, bot in seinem Buch „Von UFOs entführt“, Beck Verlag, eine neue Erklärungsmöglichkeit für Besuchererfahrungen und Entführungserlebnisse an. Er vermutet, dass so genannte „Hypnagoge Visionen“ des Rätsels Lösung seien. 

Hypnagoge Visionen treten bei Menschen dann auf, wenn sie sich gerade in der Phase des Einschlafens oder Erwachens befinden. Nähere Auskunft über dieses Phänomen kann uns ein amerikanischer Psychologieprofessor namens Ronald K. Siegel geben, der interessanterweise diesen Zustand in einem Selbstversuch, als „Psychonaut“, selber ergründet hat. 

Praktisch als „Augenzeuge“ kann er uns hierüber ganz besonders kompetent berichten. Übrigens ist Siegel Professor an der Universität von Los Angeles [UCLA]. Er arbeitet u.a. auch für zwei Kommissionen des Präsidenten und für die WHO. 

Hypnagogische Bilder sind Keime von Träumen“ lässt uns Siegel wissen, „und sie beginnen meist mit blitzendem Licht. Oft scheint ein in der Regel rundes, leuchtendes Gebilde näher zu kommen, ein Kreis, ein Oval, auch eine Raute, die immer mehr zu einer gigantischen Größe anschwillt. Dieses spezielle Bild wird Isakowersches Phänomen genannt, nach dem österreichischen Psychoanalytiker, der es entdeckte“. 

Weiter stellte Siegel fest, das hypnagogische Formen, „als einfache geometrische Figuren erscheinen“. Er selber nahm „sechs schwarze Linien, die sich zu einem Ring zusammenfügen“ war und „Punkte, die durch schwarze Linien miteinander verbunden waren, also um Grundelemente einer hypnagogischen Form“. [Ronald K. Siegel, Halluzinationen, Eichborn Verlag.] 

Wohlgemerkt, Siegel „beobachtete“ bei seiner „Vision“ keine „Greys“, keine „Hybriden“, er wurde weder entführt noch irgendwohin verschleppt. Er beobachtete auch keine kapuzenbehängten Gestalten, wie sie uns etwa immer wieder gemeldet werden. Es sah einfache, geometrische Formen: hypnagoge Bilder eben! 

Wo hier mein Kollege Ulrich Magin die Parallelen zu Besucherfahrungen erkennen will ist mir schleierhaft! Wenn wir Zeugen hätten, die berichten würden von kleinen Punkten oder Linien verschleppt zu werden, könnte ich seiner Argumentation noch folgen, doch sehen die von den Zeugen geschilderten Szenarien ganz anders aus! 

Geburtstrauma Hypothese 

UFO Skeptiker kommen immer auf lustige Gedanken, wenn es darum geht, das Abductions Phänomen „natürlich“ zu erklären. Da sind dann die aufgelegten „Gegenthesen“ zum Teil unwahrscheinlicher als die wildesten Gerüchte und Spekulationen in der UFO Welt! 

Die „Geburtstrauma – Hypothese“ gehört neben der ständigen „Neuerfindung“ des „Perpetuum Mobile“ zweifelsfrei dazu! Heftig diskutiert wurde im Kreis der UFO Forscher der Lösungsvorschlag von dem Philologen Dr. Alvin Lawson, der mit dem Forscher William McCall eine Versuchsreihe durchführte, wo Probanden mit Hilfe der Hypnose suggeriert wurde, sie seinen an Bord eines UFOs entführt worden. 

Die beiden Forscher wollen angeblich keinerlei Unterschied zwischen den „echten“ und manipulativen Berichten gefunden haben. Sie kamen zu dem Fazit das unbewusst verdrängte Erinnerungen an die eigene Geburt, für die Abductions verantwortlich seien. 

Die von den Zeugen geschilderte embryonale Gestalt der Wesen, dass helle Licht, die Untersuchung usw. sollen damit erklärt werden. [Illobrand von Ludwiger, MUFON-CES Band No. 10, Eigenverlag] 

War mit dieser These nun eine rationale Erklärung für UFO – Entführungen gefunden worden? Nun, das darf sicherlich bezweifelt werden! Im Gegensatz zu den echten Entführungsopfern zeigten die Lawson / McCall Probanden keinerlei emotionale Reaktion, die mit der Entführung verbunden ist. 

Die suggerierten Wesen glichen in keiner Weise denen, die echte Abduzierte beschrieben, es waren exotische Phantasieprodukte. Allen Unkenrufen zum Trotz, suggerieren seriöse Untersucher „ihren“ Entführten auch keine Details. Wie Stichhaltig ist also die „Geburtstrauma – Hypothese“ wirklich? Nun, sie ist sicherlich nicht mehr als Makulatur! 

Man sollte bedenken, dass die Kernthese „Säugling nimmt sein Umfeld wahr“ nicht stichhaltig ist und somit die Kernargumentation außer Kraft setzt. Untersuchungen an Neugeborenen belegen nämlich, dass diese Gestalten überhaupt nicht auseinanderhalten können. Neugeborene reagieren noch nicht einmal auf Licht, sofern der Helligkeitsunterschied nicht mindestens 70% beträgt. 

Sie fixieren selten einen Gegenstand, und wenn sie es tun, können sie nur einen Ausschnitt davon für nur sehr kurze Zeit scharf sehen. Neugeborene verwenden, wenn sie überhaupt einen Gegenstand fixieren, ein „Ecken-Abtast-Verfahren“. 

Das heißt, sie fassen nur einen nahen, scharf vom übrigen abgesetzten Teil des Objektes und nicht das Objekt als ganzes ins Auge. Die Hälfte aller Neugeborenen ist noch nicht in der Lage, einen Gegenstand im Abstand einer erwachsenen Armeslänge klar wahrzunehmen. Und kein Säugling von weniger als einem Monat vermag einen Gegenstand in 1,5 Meter Entfernung scharf zu sehen. 

Die Augenbewegungen eines Säuglings sind „schnell und ungeordnet“, besonders beim weinen. Und, wie man weiß, wird ihr Blick immer wieder von Tränen getrübt, vor allem während der Geburt! [Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod, Rowohlt Verlag.] 

Es wäre für mich vor allem sehr interessant zu erfahren, wie ein Neugeborener seine embryonale Gestalt eigenständig zu erkennen vermag? Schließlich soll dies doch das physische Erscheinungsbild der Entführer geprägt haben. Und wie erklären sich die sexuellen Eskapaden an Bord der Objekte? „Frühkindliche Erotik“? 

Nein, die Geburtstrauma – These ist alles andere als dafür geeignet, etwas zu beweisen, die rege Phantasie von McCall mal ausgenommen! 

Alternativen 

Da Entführungsszenarien auch eine nicht zu leugnende sexuelle Facette enthalten, versuchte man immer wieder, entsprechende Lösungsansätze zu erstellen. So auch der UFO Skeptiker Klaus Webner, der dabei auf den Almanach der Psychoanalyse aus dem Jahr 1929 zurückgriff. 

Darin ist ein Beispiel enthalten, von dem Webner glaubt, dass es Parallelen zu den CE4 Berichten enthält und somit das Phänomen „Sexualpsychologisch“ erklärbar wird. Aus Klaus Webners Quelle können wir entnehmen, dass ein Mann glaubte von einem großen Harem winziger Frauen umgeben zu sein. 

Diese bedienten, wuschen und streichelten ihn. Daneben kämmten sie seine Schamhaare und spielten mit seinen Genitalien, bis die Ejakulation erfolgte. [CENAP Report, No. 232, April 1996.] 

So gut gemeint der Ansatz wohl auch sein mag, er hinkt den doch der Realität hinterher! Erinnern wir uns: Abduzierte werden an Bord eines UFOs nicht von einem Harem bedient, sie werden dort nicht gewaschen noch gestreichelt und die Schamhaare erhalten dort auch keine neue Frisur. Das Erlebnis im UFO ist nachweislich traumatisch, die sexuellen Eingriffe schmerzhaft. 

Es sind in den Entführungsberichten keine angenehmen Elemente enthalten. Entsprechend hat das zweifellos rührige Haremsszenario nichts mit dem Entführungsphänomen zu tun! Doch welche Möglichkeiten könnten sich als potentielle Lösungsvarianten anbieten, die realistischer sind als die „Hypnagogen Visionen“ oder die lustige „Geburtstrauma – Hypothese“? 

Es gibt da eine durchaus kurios zu nennende Erscheinung im menschlichen Gedächtnis, die erst seit einigen Jahren so richtig untersucht wird und als „Kryptomnesie“ Einzug in die Welt der Psychologie hielt. Es ist die Fähigkeit, visuelles und akustisches im Unterbewusstsein minutiös zu speichern. 

Das eigentlich erstaunliche daran ist nun nicht die „Speicherung“ der Daten an sich, sondern viel mehr die „Verinnerlichung“ der Information durch den Probanden und die „Löschung / Verdrängung“ aus dem „Wachbewusstsein“! 

Das heißt, das etwa vor Jahren gelesenes, bei einer Hypnose Regression als eigenes Erleben, versehen mit der entsprechenden emotionalen Qualität wiedergegeben wird! [Autorenteam, Das Leben jenseits des Todes, Time Life Verlag.] 

Gerade die „Reinkarnationsforschung“ war von dieser Entwicklung am stärksten betroffen. Die angeblich „Reinkarnierten“ fabulierten reinen Gewissens Lebensläufe, die als Romane in Hunderttausender Auflagen in Buchhandlungen zu erwerben waren. 

Ich persönlich vermute, dass relativ viele Berichte über angebliche UFO – Entführungen, die nur bei Regressionen ermittelt wurden, effektiv auf Kryptomnesie zurückgehen! 

Doch auch die „Kryptomnesie“ alleine reicht nicht aus, um das Entführungsgeschehen befriedigend zu erklären. Es stellt sich die Frage nach den Wurzeln des Phänomens. Wie erklären sich hier die weltweiten Erzählmuster? Was ist mit den 40% der Entführten, die sich ohne jede Regression an das Erlebte erinnern? Und die Berichte mit mehreren Entführten? Fragen, die mit dieser These nicht beantwortet werden können! 

Die „Kryptomnesie“ ist zwar logischer als die anderen Alternativen, doch das Phänomen in seiner Tiefe vermag sie nicht zu erklären! Auf meiner langen Suche nach möglichen psychologischen Erklärungen der CE4 Erfahrungen stieß ich noch auf das sogenannte „Katathyme Bilderleben“, also gelenkte Wachträume. Doch auch „Tagwachträume“, die der Erlebende auch als solche ansieht und nicht mystifiziert, erklären die Entführungsberichte nicht. 

Auch „Somnambulismus“, also das, was man im Volksmund unter „Schlafwandeln“ kennt, würde nur die Ortsversetzung der Entführten erklären und vielleicht noch einige Verletzungen, nicht jedoch all die anderen Aspekte des Phänomens! [Autorenteam, Das Leben jenseits des Todes, Time Life Verlag.] 

Das UFO Entführungsphänomen ist und bleibt noch immer ungelöst. Tatsächlich würde ich den Abduzierten wünschen, dass sich ihre Erlebnisse nur im Kopf abspielen würden und somit „therapierbar“ wären, doch leider sieht es nicht danach aus...

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