Suchmaschine

SN

Freitag, 30. Oktober 2015

Cortacabezas & Chupa-Chupa



In den 70ger und 80ger Jahren ereigneten sich im Amazonas – Gebiet [hier war vor allem Parnarama, eine Kleinstadt in der Nähe von Sao Louis in Brasilien ein „Hotspot“] bizarre Vorfälle mit ufoartigen Objekten. 

Diese kistenförmigen UFOs, die starke Lichtstrahlen aussenden konnten, wurden von den Einwohnern "chupas" genannt. Sie sollen nachts über bewaldete Gegenden und durch Flusstäler geflogen sein. In den meisten Fällen berichteten die Opfer [meist Hirschjäger und Fischer] von rechteckigen Objekten - die Beobachter verglichen sie oft mit Kühlboxen - die über Baumwipfel flogen und einen Lichtstrahl auf die Erde richteten. 

Sie sollen gleich bleibende summende Geräusche von sich gegeben haben. Die Objekte seien allem Anschein nach nicht groß genug gewesen, um menschlichen Piloten aufzunehmen [obwohl auch Berichte über kleinwüchsige Insassen existieren]. 

An der Unterseite und an einem Ende hätte sich Lichter befunden, die scharf umrissene Strahlen wie Autoscheinwerfer aussandten. Nachdem im Zusammenhang mit diesen Objekten auch mysteriöse Todesfälle berichtet wurden, schickte die brasilianische Luftwaffe 1977 ein Untersuchungsteam auf die Insel Colares, nahe der Großstadt Belem. 

Die Mission dauerte 90 Tage und die Forscher kehrten mit dreihundert Nachtaufnahmen und mehreren Filmaufnahmen zurück. Ein fünfhundert Seiten starker Bericht wurde erstellt und durch einen Katalog der Sichtungen, Karten und Transkriptionen von Interviews ergänzt. [Quelle: Jacques Vallee, Konfrontationen, Zweitausendeins, Frankfurt 1994, S. 134]. 

Was genau aus dem Bericht hervorgeht ist nicht zu erfahren, Fakt ist jedoch das Brasilien ein Radarsystem zur elektronischen Überwachung des Amazonas Regenwaldes eingeführt hat. Dieses System nennt sich SIVAM und besteht aus 6 Satelliten, 25 Radarstationen, 33 Flugzeugen und 87 Bildempfangsstationen, die das 5,5 Millionen Quadratkilometer große Amazonasgebiet überwachen. 

Die in ständiger Alarmbereitschaft an der Grenze stationierten 4100 Soldaten des Heeres und der Marine werden mit Amphibienfahrzeugen, Schnellbooten und Hubschraubern ausgestattet [Thomas Kistner, Die Toten von Leticia, DVA, München 2003, S. 178]. 

Offiziell dient das ganze angeblich zur Eindämmung des Drogenhandels, wenn man sich allerdings vorstellt das die „heiße Ware“ oftmals in einfachen Holzbooten auf den schwer einsehbaren Flussarmen des Amazonas transportiert wird macht ein solcher Einsatz wenig Sinn und scheint auch tatsächlich nicht sehr effektiv zu verlaufen. 

Der deutsche Journalist Thomas Kistner reiste nun in diese Region um sich über den dortigen Drogenhandel und andere kriminelle Aktivitäten zu informieren und stieß dabei auf Zeugen, die mit diesen fremdartigen und unbekannten Flugobjekten zusammengetroffen waren. Diese Objekte werden nun als „bolas de fuego“ [„Feuerbälle“] bezeichnet und von „cortacabezas“ [was soviel wie „Kopfabschneider“ bedeutet] pilotiert [gleiche Quelle, S. 231ff]. 

Offensichtlich besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu den indischen „Muhnochwas“ die im Jahr 2002 für erhebliches Aufsehen und zahlreiche Todesfälle gesorgt haben. Die Bezeichnung „Kopfabschneider“ bezieht sich auf den merkwürdigen Umstand, dass in dem Sichtungsgebiet auch verstümmelte Leichen gefunden wurden. 

Allerdings ist nicht wirklich klar, ob die Objekte dafür verantwortlich zu machen sind, da die dort lebenden indianischen Stämme oftmals mit Leichen ihr „Revier markieren“ und so weiße Siedler und Holzfäller abschrecken wollen, damit diese nicht ihr Land betreten [S. 63]. 

Daneben stellt sich auch die Frage, wie drohnenartige Flugkörper Menschen verstümmeln und „ausweiden“ können. Signifikant ist nun, dass gleichgelagerte Fälle in einer sehr großen Region gemeldet werden, quer von Peru bis nach Brasilien sind sie bekannt und gefürchtet [S. 224]. Thomas Kistner schreibt:
Bei den Indianerkommunen gehe wachsende Angst vor den Cortacabezas um. Das seien heimtückische Angreifer, Gringos, wie vermutet werde, die sich in der Dunkelheit einsamen Fischern auf dem Fluss nähern, um sie zu töten, den Kopf abzutrennen, den Leib aufzuschlitzen und die Organe zu entnehmen. Diese Angriffe erfolgten durch ungewöhnliche, lautlose Fluggeräte, mit denen sich die cortacabezas ihren Opfern näherten. Diese Fluggeräte suchten mit einem starken Punktscheinwerfer den Boden aus großer Höhe ab. Überdies verfügten manche über einen Sender für Schockwellen.“ [S. 232]
Interessant ist übrigens letzterer Hinweis, da auch die genannten indischen Muhnochwas „Schockwellen“ abgeben konnten, scheinbar waren hier durchaus ähnliche Objekte am Werk“. Offensichtlich ist das Phänomen also viel mehr als nur regionaler Aberglaube der Einheimischen. 

Eine der Zeuginnen war unter anderem auch Doktor Betania Silva. Sie war mit einer Gruppe Indiofrauen auf einem Fluss unterwegs gewesen, zwischen Puerto Narino und San Francisco. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit war plötzlich Unruhe entstanden, die Frauen schrieen in höchster Aufregung: cortacabezas, cortacabezas!
Wir hielten an“, erzählte Betania Silva. „Ich fragte, was passiert ist, was das Geschrei soll. Sie zeigten mir ein Licht am Himmel, das sich ein gutes Stück vor uns über dem Wald befand und langsam näher kam. Ich war unbesorgt, ich dachte an ein Flugzeug. Aber dann sah ich, dass es stehen blieb. Es stand einfach nur da, und das Unheimlichste war, dass es völlig lautlos war. Es war nicht gut zu erkennen, wegen des starken Lichtes. Es war wie eine Maschine, die den Boden öffnete und schloss, öffnete und schloss. Es herrschte Panik auf dem Boot, die Frauen hatten furchtbare Angst“.
Die ganze Sichtung dauerte rund 20 Minuten und das UFO war nur ein paar hundert Meter von den Frauen entfernt [S.234]. Ein anderer Zeuge erzählte dem deutschen Journalisten:
Es war am 20 Juni, als sich folgendes ereignete: Ich war alleine beim Fischen und ruhte in meinem Kanu aus. Plötzlich sah ich ein Licht, das sich langsam näherte. Ich hielt mit meiner Lampe dagegen, einer sehr starken Lampe. Das andere Licht ging aus. Ich bin zum Ufer gepaddelt und habe mich zwischen den Wurzeln eines großen Baumes versteckt. Ich konnte mir denken, was das war. Aber ich hatte wenig Angst, denn ich war bewaffnet. Nach einer Weile ging das Licht wieder an. Es fing an, nach mir zu suchen. Das Licht reflektierte stark auf dem Wasser. Schließlich leuchtete es auf meinen Standort, und sofort wurde es kleiner und kleiner Schließlich ging es aus. Ich sah etwas herunterkommen, bis es vielleicht zwanzig Meter über dem Wasser war, fünfzehn Meter. Dann hörte ich ein Geräusch. Es war ein leises Rauschen, es klang wie ein Ventilator. Plötzlich ging das Licht wieder an, aber es war zu grell, als dass ich etwas erkennen konnte. Ich nahm das Gewehr und habe darauf geschossen. Das Objekt schloss sofort wieder das Licht, es taumelte, und jetzt sah ich etwas, wie eine Vorrichtung, vielleicht zwei Meter hoch und zwei Meter breit, es sah aus als ob jemand auf einem Fahrrad saß. Das Ding hatte sofort an Höhe gewonnen und ist über die Bäume davongezogen. Dann war es nicht mehr zu sehen. Ich bin raus aufs Wasser und habe die Baumwipfel mit der Lampe abgesucht, aber es war nicht mehr zu finden“ [S. 248 ff].
In einem anderen Fall jedoch brachte die Bewaffnung eines indianischen Zeugen nicht sehr viel: Der Mann war am Wasser gesessen. Er hatte das Licht gesehen und sein Gewehr in die Hand genommen, aber dann hatte ihn etwas getroffen, ein blau schimmernder Strahl, und er sei nicht mehr in der Lage gewesen zu schießen. Auf sein Geschrei seinen im andere Indianer zu Hilfe gerannt und hätten den Mann in Sicherheit gebracht. Das fliegende Licht sei geflohen. [S. 255] 

Diskussion 

In Anbetracht dieser Fälle stellt sich natürlich die Frage was diese Objekte sein können. Der Autor Thomas Kistner vermutet, dass es sich hierbei um ferngelenkte amerikanische Drohnen handelt, die eingesetzt werden um Menschen zu töten und ihnen die Organe zu entnehmen. 

Dabei ist aber das Problem, das es diese Vorfälle bereits 1977 gab und die damalige technologische Entwicklung für solche Flugkörper bei weitem nicht ausreichend war. Selbst heute kann man sich eigentlich nicht erklären, wie etwa das auf Menschen paralysierende Licht der „bolas de fuego“ wirkt und mit welcher Technologie wir es hier eigentlich zu tun haben. 

Daneben dürfte es auch der fortschrittlichsten Drohne nicht möglich sein Menschen zu töten und auch so präzise zu „sezieren“, dass die Organe noch verwendet werden können. 

Die andere Option wäre, das es sich hierbei um einen Aspekt des UFO-Phänomens handelt, wobei man hier jedoch ein Mysterium mit einem anderen „erklärt“, den was UFOs sind und welche Intention sie haben ist noch völlig unbekannt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen