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„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Arthur C. Clarke

Samstag, 3. Oktober 2015

Der ‚Eulenmann’-Effekt


Something very slowly, very dimly, has been working in my mind and now is clear to me: there are no incidences there are only coincidences
[Russel Hoban in 'Turtle Diary']
Im Jahr 1976 spielten sich in Cornwall, UK, eine Reihe von bizarren Ereignissen ab. An sich begann alles mit dem Erscheinen des ‚Eulenmannes’ einer mannsgroßen, geflügelten Kreatur mit Federn und Krebsscheren statt Füßen, die eine signifikante Ähnlichkeit zur gemeinen Eule aufwies. 

Allerdings waren nicht die Sichtungen an sich das ‚Strange’, sondern viel mehr die ‚Effekte’ um den ‚Eulenmann’. Es begann alles ziemlich harmlos Ende Juli 1976, als zwei Zwölfjährige im Rahmen der ‚ersten Liebe’ gegen 21h einen kleinen Waldspaziergang in Mawnan absolvierten und durch ein Geräusch aufgeschreckt wurden. 

Im Schein der Taschenlampe erkannten sie in den Bäumen ein riesiges, geflügeltes, eulenhaftes Wesen das in den Himmel davon flatterte. Kurz darauf sahen zwei Mädchen bei einer Besichtigung der Mawnan Old Church die gleiche Kreatur am Himmel hängen, wobei das ‚Ding’ mit ausgestreckten Flügeln nichts zu seiner Fortbewegung beitrug und rasch außer Sicht glitt. 

Die Berichte mehrten sich nun, wobei signifikant ist das nur Mädchen im Pubertätsalter zu Augenzeugen wurden – dass änderte sich dann im Laufe der Jahre, denn der Eulenmann gehörte von da an zum festen Repertoire von Cornwall. 

Während man den Berichten der Jugendlichen kaum größere Beachtung geschenkt hätte, brach nun regelrecht eine Welle von Anomalien über den Südwesten Britanniens herein, die weder zuvor noch danach in so massiver Form in Erscheinung trat. 

Die Zahl der UFO-Sichtungen stieg sprunghaft an, am Himmel waren merkwürdige ‚Explosionen’ – ähnlich Kanonendonner – zu hören, die man sich nicht erklären konnte und an Bäumen ließ sich ein Geräusch vernehmen das an statische Elektrizität erinnerte. 

Daneben wurden Poltergeist-Phänomene geschildert und vor der Küste tauchten im Meer merkwürdige Wesen auf, die an Seeschlangen erinnerten. Auch die Effekte auf ‚normale’ Tiere waren seltsam. 

Wie der Autor Jonathan Downes recherchierte, war die hiesige Polizei ständig auf dem Land unterwegs um vermisstes oder ‚verstecktes Vieh’ zu finden, teilweise wurden ganze Herden ‚ausgelagert’ und fanden sich an völlig anderer Stelle. 

Unweit Penry entdeckte man etwa eine Kuh in einer Grube. Letztere war – um Unfälle zu vermeiden – mit schweren Holzbalken ‚abgedichtet’ worden die unberührt aussahen, man konnte sich nicht erklären wer die Kuh in die Grube gehoben und dann die Holzbalken wieder angebracht hatte. 

Während diese Vorfälle noch recht harmlos waren – wenn man von dem spurlos verschwundenen Vieh mal absieht – vermeldete der regionale Tierschutzbund erschreckende Meldungen: 

Hauskatzen verschwanden in einem bisher unbekannten Ausmaß während sonst friedliche Hunde durch massive Beißattacken auffielen. Besonders bizarr war das Verhalten von Vögeln, die regelrechte ‚Harakiriangriffe’ verübten. 

Entweder attackierten sie Menschen, oder sie flogen im Schwarm gegen Häuser und verendeten dann als Fleischklumpen in Blutlachen. Selbst Tagaktive Arten schrieen die Nächte durch. Nachdem der ‚Eulenmann’ – fürs erste – wieder verschwunden war, hörten diese Anomalien auf. [Quelle]
Von ‚ZooForm’ | ‚UfoForm’ & Trugbildern 
Mit großem Interesse und steigender Begeisterung habe ich das Buch ‚The Owlman and Others’ des britischen Kryptozoologen Jonathan Downes gelesen. Downes, der wohl der Einzige seines ‚Standes’ ist der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und davon leben kann, präsentiert in seinem Werk unter anderem auch eine interessante Klassifikation der beobachteten ‚Kryptiden’. 
Er unterteilt die Berichte in ‚echte Kryptide’, also Wesen wie den Quastenflosser, in ‚deplazierte’ Tiere, etwa Großkatzen in UK, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ausgesetzte oder ausgerissene Haustiere handelt und Wesen die in die Kategorie ‚Zooform’ gehören, also zum Beispiel meine persönlichen Favoriten Bigfoot, Nessie und Co. 
Unter ‚Zooform’ versteht Downes Wesen die zwar in der freien Natur gesehen werden, jedoch so merkwürdige Eigenschaften aufweisen das sie sicherlich nicht zur natürlichen Fauna gehören. Er vermutet, dass sich dahinter fremdartige Entitäten verbergen die lediglich als Tiere auftreten, in Wahrheit aber etwas anderes sind. 
Hier scheint sich der Kreis zum UFO-Phänomen zu schließen, denn es gibt zahlreiche Forscher – ich denke da nur an John Keel – die etwas Ähnliches auch beim UFO-Phänomen und den vermeintlichen Außerirdischen unterstellen. 
Demzufolge handelt es sich bei diesen um ‚quasimaterielle Projektionen’, so was wie ‚physisch real wirkenden Hologrammen’ die von einer unbekannten Intelligenz eingesetzt werden. Kurioserweise scheint der Gedanke nicht wirklich neu zu sein. Bei den Vorgängern der ‚Außerirdischen’ – also den Zwergen – vermuteten unsere Vorfahren wohl schon etwas ähnliches. 
So schreiben Ditte und Giovanni Bandini in ‚Das Zwergenbuch’ [dtv, München 2004] das sich der Begriff ‚Zwerg’ aus zwei indogermanischen Begriffen ableiten lässt. Zum einen aus ‚listig, täuschend schädigend’ und aus ‚Trugbild’. Wenn man so will sind sie also feindlich gesinnte Chimären.

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