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Samstag, 3. Oktober 2015

Elfenfeuer


Gestern Abend bzw. am frühen Morgen dieses Tages hat es mir ordentlich die Haare aufgestellt! Verantwortlich dafür sind die beiden Waliser Randall Jones Pugh und F. W. Holiday die ein Buch mit dem Titel THE DYFED ENIGMA verfasst haben, an sich ein – wohl weitgehend unbekannter – UK-UFO-Klassiker aus dem Jahr 1979. 

In diesem geht es um die Sichtungswelle von 1977 in Westwales, übrigens das Areal in dem einige der Steine von Stonehenge herstammen. Damals wurden Kreaturen und Objekte in großer Zahl ausgemacht. Das man sich gruselt hat nicht nur mit der verflixt guten Schreibe der beiden zu tun, auch die Fälle sind strange zu nennen. 

Das Buch ist vor allem deshalb ein Leckerbissen da die Fälle mittels Recherche vor Ort zusammengetragen wurden und Zeugen im O-Ton zu Wort kamen. Der Hinweis auf das Buch kam von meiner Lieblingsserie HAUNTED SKIES [VI] – die lobenden Worte dort waren also nicht übertrieben! 

▪ Bereits relativ früh, auf Seite 16, fand sich ein Hinweis auf die Verbindung von ufologischen Sichtungswellen und der Aktivität mythologischer Figuren wie etwa Feen. So kennt die irische Mythologie etwa Wanderungsbewegungen von Feen übers Land, die dem Ablaufmuster der unterschiedlichen „Hotspots“ der Ufologie entsprechen. Dieses „Volk“ wird dann auch als THE WANDERING SIGHES oder TROOPING FAIRIES bezeichnet. 

▪ Am 06-05-1977 beobachtete eine Zeugin in Holme Dene, Walton West, beim Abspülen von ihrem Küchenfenster aus, ein kurioses, wie ein Auto gestaltetes Vehikel in einem Kornfeld - also auf dem Boden stehend. Da die Pflanzen zu der Zeit noch nicht hochgewachsen waren konnte man es gut erkennen. 

Das „UFO“ löste sich vor den Augen der Frau in Luft auf und tauchte ein paar Meter weiter auf, um dann letztlich wieder zu verschwinden. Bei der Untersuchung vor Ort fanden sich lediglich zwei Areale plattgedrückten Korns, jedoch keine Fahrspuren. 

▪ Am 13-03-1977 war ein Zeuge abends über Land unterwegs – unweit Llethr - als ihm ein ovales, leuchtendes Objekt am Himmel auffiel. Aus dieser Richtung raste ihm ein schwarzer Hund entgegen. Kurze Zeit später machte er ein kuppelförmiges Vehikel über einem Kornfeld aus und ihm begegnete ein menschenähnlicher Ufonaut mit „Taucheranzug“ und Fischaugen. 

▪ Die walisischen Vorfälle hatten einige Eigenheiten. „Hotspot“ waren ländliche, abgelegene Ansiedlungen. Oft wurden die Zeugen geweckt, in dem das / die Objekte starke Lichter auf die Häuser richteten. Die Autoren entdeckten zumindest bei einigen Vorfällen dass sich diese entlang einer geographischen Linie durch die Gegend zogen. 

Das erinnert an andere Fälle in UK die sich an alten Römerstrassen orientierten. UFOs scheinen Linien zu ziehen! Einige pendelten in der Luft umher, wieder andere „versteckten“ sich hinter Bewuchs [Büschen etc.] und spielten ein absurdes „Versteckspiel“. Da die vielen Zeugen nichts voneinander wussten und wenig in den Medien verbreitet wurde, sind diese Parallelen erstaunlich.
Der sicherlich bekannteste „Linien“-Fall ereignete sich am 24-09-1954 während der großen französischen UFO-Welle. An diesem Tag tauchten sechs UFOs auf deren geographischer Sichtungsverlauf eine Linie bildete die bei Bayonne begann und in Vichy endete: BAVIC. Nach den Anfangsbuchstaben der „Tatorte“. Untersucht wurden die Vorgänge vom Ufologen Aime Michel der diese Hypothese [UFOs bewegen sich entlang von Linien] als „Orthoteny“ bezeichnete. Diese UFO-Linien scheinen den größeren „Ley-Lines“ zu folgen, also den gedachten „Verbindungslinien“ zwischen historischen / steinzeitlichen und / oder älteren Bauwerken die nicht erratisch verteilt über dem Land sind, sondern entlang von Linien. Kurioserweise haben sich die UFO-Linien mit den Ley-Lines in Westwales überschnitten. Es kann sein das dieser „Effekt“ auch in den USA bekannt ist. Zwar beschäftigen sich amerikanische Ufologen mit viel Spinnkram, doch mit der geographischen Verteilung von UFO-Sichtungen und (prä)historischen Bauwerken eigentlich kaum jemand. Lediglich Philip Imbrogno hat darauf hingewiesen dass eine Wechselwirkung zu bestehen scheint zwischen besagten Bauwerken / Kultorten usw. und UFOs.
▪ Am 07-04-1977 wurde ein Zeuge in seinem Haus von starken Lichtern geweckt. Er sah aus dem Fenster und entdeckte ein „Ei“ am Himmel das hin und herpendelte und eine bizarre Gestalt in „Fliegermontur“, die wirkte wie ein Fallschirmspringer nach dem Absprung „festgefroren“ im Standbild. Die „Vorstellung“ währte gut 25 Minuten, dann verschwanden UFO und „Monster“ [O-Ton des Zeugen]. 

▪ Eine besondere Art von „UFO-Humor“ manifestierte sich am 03-01-1977 auf der Knowles Farm, Lawrenny. Der Zeuge war gegen 23h10 vor dem Haus als er plötzlich die Stimme seiner Mutter hörte: „Marcus, where are you“? 

Von seiner Mutter war jedoch nichts zu sehen. Später sollte er feststellen dass sie zu der Zeit tief und fest schlief. Die eigentliche Quelle schien jedoch von ganz wo anders zu kommen. Über sich bemerkte er eine zweidimensional wirkende Lichtscheibe die sich mit rascher Geschwindigkeit entfernte. 

▪ Ein Aspekt auf den ich bisher überhaupt nicht geachtet habe betrifft die Interaktion UFO / Ufonaut und Tier. Das Tiere keine großen Freunde der Fremden sind geht aus vielen Berichten hervor – gerade Hunde reagieren oft extrem. Jedoch erst bei der Lektüre dieses Buches ist mir etwas aufgefallen: 

UFO-Zeugen die nach ihrer Begegnung wieder nach Hause kamen, wurden von ihren vierbeinigen Hausgenossen nicht – wie üblich – freudig begrüßt. Stattdessen flohen sie, so als seien die Beobachter in irgendeiner Form mit etwas „imprägniert“ dass von den Tieren (in den walisischen Fällen von Hunden) „gewittert“ wurde. 

Dieses scheinbar unbedeutende Detail könnte sich als durchaus signifikant erweisen, denn vielleicht steckt hinter den – stellenweise recht albernen – UFO- und Alienkontakten etwas völlig anderes. Womöglich werden Menschen auf noch unbekannte Art manipuliert und die bizarren Inhalte dienen lediglich der Ablenkung. 

▪ Bei den Recherchen fand sich auch ein Zeuge der bereits 1935 ein UFO ausmachte – damals im Beisein seiner Schwester. Um die Schule zu erreichen musste ein Waldgebiet unweit Freystrop durchquert werden. Dabei beobachteten sie eine Lichterscheinung in der Größe eines Fahrradrades die hin und her pendelte. 

▪ Ein Zwischenfall der sich sehr nach der „Skinwalker-Ranch“ in Utah / USA anhört, ereignete sich am 15-04-1977 auf einer Farm unweit Broadmoore. Der Farmer und sein Sohn hatten gerade 16 Kälber in ihr Freiluftgehege auf einer Weide gesperrt und kümmerten sich um eine Melkmaschine in einem Verschlag. 

Nach vier Minuten ging ihnen auf dass alle Tiere spurlos verschwunden waren. Sie fanden diese ½ Meile entfernt in Broadmoore wieder. Wie es den „Dieben“ gelang die Kälber innerhalb weniger Minuten völlig laut- und spurlos zu „entführen“ und zu „versetzen“ konnte nicht ermittelt werden. 

▪ Die Autoren weisen darauf hin dass zu Zeiten des Mittelalters die „Elfenkrankheit“ bekannt war, die auch als „Elfenfeuer“ bezeichnet wurde. Personen die den „Überirdischen“ begegneten verspürten Krankheitserscheinungen wie wir sie heute auch aus dem ufologischen Umfeld her kennen. 

Ein weiterer Hinweis auf Parallelen zwischen „modernen“ UFO-Erlebnissen und historischen Begegnungen mit „Übersinnlichen“ lieferte die „PIXILLATION“ – dabei handelt es sich um den partiellen oder völligen Gedächtnisverlust nach einem Kontakt mit Fremdwesen, in Wales etwa den „ELLYLLON“. Erklärt wurde das mit einer „Kappe“ die man den Menschen aufsetzte und die zum Gedächtnisverlust führte. 

▪ Zitiert wird im Buch auch der französische Ermittler Dr. C. Poher / CNES, der ermittelt hat das regional gesteigerte Aktivität des Erdmagnetfeldes zu vermehrten UFO-Sichtungen führt. Damit geht er Konform mit den Erkenntnissen des amerikanischen Untersuchers Imbrogno, der die gleiche Verbindung bemerkt hat. 

▪ Wie bereits erwähnt waren die Vorfälle in Wales ziemlich unkonventionell. Ein Fall der sich im Oktober 1977 ereignete betraf eine fünfköpfige Familie. Diese war unweit Broadmoore unterwegs und fuhr dabei an der Küste entlang. 

Am Stack Rock [ein aus dem Meer ragender Felsen] bemerkten sie einen kleinen, silberfarbenen, diskusförmigen Flugkörper der durch die Lüfte flog und anschließend IM Felsen verschwand. Zeitgleich waren zwei große Gestalten in silberfarbenen „Astronautenanzügen“ zu sehen die ebenfalls IM Felsen „untertauchten“.

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