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Freitag, 30. Oktober 2015

Kein Fire in the Sky
und auf der Brooklyn-Bridge
war auch nichts los!


Wenn man sich die aktuelle Diskussion über UFO – Entführungen betrachtet, fällt einem auf, dass einige Fälle, die mit sehr vielen Widersprüchen behaftet sind, kaum skeptisch hinterfragt werden. Dabei gibt es hier tatsächlich Anlass für begründete Kritik. Betrachten wir also zwei populäre Fälle etwas genauer: 

„Linda Cortile“ 

Der Fall "Linda Cortile" [Napolitano], denn Budd Hopkins † untersucht hat, dürfte zu den „Klassikern“ zu zählen sein. 

Bereits Jahre vor der Veröffentlichung eines Buches zum Fall sickerten die ersten Informationen durch und riefen dergestalt viel Widerstand in der UFO-Gemeinde hervor [selbst bei Hopkins "Intruder Foundation"], dass Hopkins keine weiteren Daten und Fakten mehr lieferte – ein bis dahin einmaligen Fall von nachträglich verhängter ‚Nachrichtensperre’. 

Mrs. Napolitano wurde angeblich im November 1989 von einem UFO entführt und dabei von zwei "Sicherheitsbeamten" [Dan und Richard] beobachtet. Was anfänglich wie ein Beweis für das CE4-Phänomen aussah, entpuppt sich als sehr merkwürdige Geschichte. 

Angeblich wurden an jenem denkwürdigen 30. November 1989 nicht nur Linda, sondern auch gleich Dan und Richard, ein geheimnisvoller "dritter Mann" und ein gutes Dutzend anderer Personen [sic!] gleichzeitig von der Brooklyn-Bridge entführt. 

Dafür gab es dann gerade mal eine einzige unabhängige Zeugin, die Hopkins jedoch im Dunklen lässt. Sowohl Mrs. Napolitano, Dan und Richard, als auch eine angebliche weitere Zeugin meldeten sich alle zufällig bei Hopkins, obwohl es in New York eine ganze Reihe von UFO-Ermittlern gibt, die lokal durchaus bekannt sind. 

Napolitano wurde von Dan und Richard am helllichten Tage, mitten in New York, entführt. Dabei wurde sie ins Auto gekitzelt! Grund der Entführung war, dass sich die beiden ihre Füße ansehen wollten, um so zu erkennen, ob sie ein „Alien“ sei! Anschließend musste sie die beiden umarmen! 

Sowohl Dan, als auch Richard verliebten sich in Napolitano. Ein Streit um sie entbrannte zwischen ihnen und Dan wurde dabei [scheinbar] getötet! Dan und Richard trafen sich nie persönlich mit Hopkins, sondern schickten ihm stattdessen laufend Briefe, wobei das Grundszenario der Geschichte sich dabei von Brief zu Brief änderte. Die einzige Bezugsperson zu den beiden "Agenten" blieb Napolitano. 

Napolitano behauptet von sich allen Ernstes, dass sie von Jeanne d'Arc abstammt [der Jungfrau von Orleans]. Was Napolitano nicht wissen kann, ist, dass Janne d'Arc zu Lebzeiten ob ihrer Jungfräulichkeit, kurz vor ihrer Verbrennung, untersucht wurde. Tatsachlich trug sie den Beinamen zu Recht. 

[Wobei angemerkt werden muss dass die französische Nationalheilige selber „außerweltliche“ Kontakte gehabt haben könnte!] 

Leider hat Budd Hopkins die Regressionen mit Mrs. Napolitano selber durchgeführt und nie ein psychologisches Gutachten über sie angefordert. Auch das sie eine ausgebildete Schauspielerin ist, schien niemanden gewundert zu haben, ebenso nicht das die Geschichte mit dem Roman „Nachtaugen“ von der Story her fast identisch ist [siehe Garfield Reeves Stevens, Nachtaugen, Bastei Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1991 & Budd Hopkins, Entführt ins All, Ullstein Verlag, Berlin 1997]. 

Travis Walton 

Die UFO-Story von Travis Walton gehört mit zu den bekanntesten CE4–Berichten. Kaum ein Buch oder eine TV - Dokumentation zum UFO-Thema, in der nicht sein Name fällt. 

Beschäftigt man sich mit den Details des Falles, sieht es in einigen Punkten wenig schmeichelhaft für Walton aus: So sahen etwa zwei Zeugen aus Snowflake [seinem Heimatort] Walton auf einem Highway stehen - dies zu einem Zeitpunkt, an dem er sich eigentlich hätte an Bord des UFOs befinden sollen! 

Wenige Wochen vor der "Entführung" wurde im Fernsehen der Beitrag "The UFO Incident" ausgestrahlt, in dem u.a. auch die Hill – Entführung thematisiert wurde, bald darauf erfolgte dann seine „Entführung“. 

Kurz nach seinem „Auftauchen“ wurde ein Polygraphentest [Lügendetektor] an ihm durchgeführt, denn er [mit verändertem Atemrhythmus!] fälschen wollte, was jedoch vom Tester Mr. McCarthy sofort erkannt wurde. 

Walton fiel durch den Test und McCarthy flog aus dem Hotel, in dem der Test durchgeführt wurde. Tatsächlich warf einer von Travis Brüdern den Mann hinaus. Mr. McCarthy wurde darauf hingewiesen, dass das Testergebnis geheim zu bleiben habe - so wollten es zumindest die Vertreter des National Enquierer und der UFO-Gruppe APRO! 

McCarthy hielt sich zum Glück nicht daran, was Walton dazu veranlasste, mit viel Polemik gegen ihn vorzugehen und seine Reputation völlig in Frage zu stellen! [Wieso hatte Walton vor dem Test keinerlei Bedenken geäußert?]. 

Auch der UFO Forscher Mr. Spaulding von der Vereinigung GSW machte ebenfalls den "Fehler", Walton nicht zu glauben - was ihm gewaltige Gehässigkeiten von Travis Walton einbrachte. Travis Walton fiel auch noch durch einen weiteren Polygraphentest, der von Tom Ezell durchgeführt wurde und zu einem anderen erschien er erst gar nicht! 

Walton ist nach Ansicht dreier Untersucher [McCarthy, Dr.Rosenbaum und Dr. Kandel] das, was man als „UFO-Freak“ bezeichnen kann. Einer seiner Brüder hatte Jahre vor Waltons ,Entführung" eine UFO-Sichtung gehabt, was Travis zu folgender Aussage verleitete: "Wenn sie dich holen, bring sie dazu, zurückzukommen, und mich auch zu holen!" - Wie man sehen kann, ist Walton ein "völlig unbelasteter" Zeuge. 

Auch Waltons Mutter ist eine UFO-Sichterin und beschäftigte sich mit der Materie. Als der Hilfssheriff Ken Coplan bei ihr eintraf, um von der Entführung ihres Sohnes zu berichten, sei sie nicht überrascht gewesen. "Travis sei nun bei Gott in einem UFO", sagte sie. 

Niemand aus Waltons Familie schien beunruhigt und alle glaubten sofort die UFO-Story, statt eher zu vermuten, Travis sei das Opfer eines Verbrechens geworden! Doch welchen Vorteil hätte Walton von einem solchen Hoax haben sollen? Neben zwei Büchern und einem Film, gab er eigenen Aussagen zufolge Tausende [!] von Interviews, für die er Geld verlangte. 

Finanziell hat sich die Mühe auf jeden Fall schon mal bezahlt gemacht. Auch ein weiterer Faktor scheint eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen: Er lernte eine Menge berühmter Leute kennen, die er ohne UFO-Abenteuer nie hätte treffen können [etwa James Gardener, Leonard Nimoy und viele andere mehr]. 

Für ihn, der schon mal wegen Betruges mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, nahm das Leben nach dem „Zwischenfall" eine durchaus positive Wendung. Alles in allem Grund genug eine „Inszenierung“ durchzuhalten. 

Auch seine Kollegen hätten keinen Grund gehabt, sich von der Geschichte zu distanzieren, da auch sie von dem Erlebnis profitieren konnten und auch heute noch durch die Medien geistern und sich ihre Aussagen ‚verdollarn’ lassen. [Quelle: Travis Walton, Feuer am Himmel, Kopp Verlag, Rotenburg 1996].

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