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Samstag, 3. Oktober 2015

Mit der Flak auf UFO-Jagd

Meine derzeitige Nachtlektüre ist die DIE FLAK-HELFER von Hans Dietrich Nicolaisen. Etwas erstaunt hat mich der Bericht eines Luftwaffenhelfers der 1943 an einer Flak (Flugabwehrkanone) vor/bei Hamburg stationiert war und dessen Funkmessgerät einen „Flieger“ erfasst hatte, der mit ungewöhnlich geringer Geschwindigkeit unterwegs war:
Es wurden Ziele aufgepasst, deren vh von unseren (meinen) Erfahrungswerten abwichen. Erfahrungswerte waren damals 120-180 m/sek., das entspricht meines Wissens einer Stundengeschwindigkeit von 430-650 km/h. die erfassten Ziele bewegten sich mit Geschwindigkeiten von 10-40 m/sek. Als ich über meine Beobachtungen Meldung machte an den neben mir stehenden Batteriechef Oblt. Bottke, entstand der Eindruck, ein Element im Gerät sei ausgefallen. Ich erhielt Befehl, Erfahrungswerte einzumitteln, also Werte um 150 m/sek. Mit diesen Berechnungen hat die Großbatterie Kattwyk ziemlich lange und ziemlich sinnlos ins Blaue, beziehungsweise ins Dunkle geschossen […]“ (S. 110)
Der Eindringling konnte nicht weiter ermittelt werden. Offenbar war das aber nicht die einzige „Begegnung“ mit ungewöhnlichen Luftfahrzeugen im WW². So bringt Gerhard Steinhäuser, Autor des Buches „Heimkehr zu den Göttern“, einen authentischen und von Zeugen bestätigten Bericht eines Flak-Soldaten der ehemaligen Deutschen Wehrmacht, der 1944 mit seiner Einheit in Polen lag. Dieser Mann, übrigens ein Tiroler, erzählte:
An einem schönen Herbsttag 1944 gab es Alarm, wie so oft. Die Suchgeräte meldeten ein Objekt in etwa 15.000 Meter Höhe, das sich rasch näherte. So hoch flog damals keine russische Maschine. Der Flugkörper kam tiefer und näher. Bei etwa 8.000 Metern eröffnete die schwere Flak das Feuer. Die Sprengwolken der 8,8-Granaten lagen dicht um das Ding. Es wurde nur noch schneller. Die Entfernungsmesser glaubten ihren Augen nicht zu trauen und brüllten die gemessene Geschwindigkeit in die Mikrophone: 2.000, 3.000, 5.000 Kilometer pro Stunde! Als der rasende Körper nur noch rund 2.000 Meter hoch war – der Himmel hatte sich indes bewölkt und das Ding, das rundlich schien, war nur noch undeutlich zu sehen -, begann die 2,2 Vierlingsflak zu schießen und ihre Leuchtspurfinger nach ihm zu strecken. Ohne jede Wirkung. Und in dieser Höhe machte das ‚Ding’ eine Wendung und verschwand spurlos. Vor den Augen von nahezu 65 entsetzten Kanonieren. Der Vorfall wurde im Strudel des Zusammenbruchs zunächst vergessen“.

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