Suchmaschine

SN

Mittwoch, 23. August 2017

„Sonnenwunder“ im WW²


Im Zweiten Weltkrieg haben sich, neben Tod und Verwüstung, zahlreiche „Kuriositäten“ abgespielt, die wahlweise ufologischer (etwa Flak vs. UFO), forteanischer oder parapsychologischer Natur waren und in der „Erlebnisliteratur“ (gemeint sind damit die Lebenszeugnisse von Zeitzeugen) immer wieder erwähnt werden.
Derzeit lese ich u.a. „Letzte Tage im Sudetenland“, herausgegeben von Walli Richter. Es handelt sich dabei um eine Anthologie in der Vertriebene über ihr Schicksal berichten. Auf Seite 99 schildert Maria Anna Gräfin Magnus ein Erlebnis aus dem Jahr 1944. Sie lebte damals in Eckersdorf und wurde, mit anderen, eines merkwürdigen „Sonnenspektakels“ ansichtig:
Am Fest der Mutterschaft der Jungfrau Maria rief mich früh um ½ 8 Uhr Pfarrer Wengler an. Ich solle doch einmal nach der Sonne sehen. So stieg ich auf den Schloßturm und habe über eine Stunde durch eine dunkle Brille beobachtet, wie die Sonnenscheibe sich mit großer Geschwindigkeit drehte und Bündel oder Kreise bunter Farben um sich zog. Die meisten Dorfbewohner hatten inzwischen dasselbe gesehen und Nachrichten über das gleiche Phänomen kamen im Laufe des Tages aus verschiedenen Ortschaften der Grafschaft. Was wir damals wirklich gesehen haben, weiß ich heute nicht und habe es auch damals nicht zu benennen gewagt“.
Update: Im Buch „Sagen aus der Oberpfalz“ fand ich ein weiteres „Sonnenwunder“ aus dem GLEICHEN Jahr, welches sich in Gnadenberg (Oberpfalz) zugetragen haben soll, jedoch bis nach Nürnberg beobachtet werden konnte: 
Im letzten Weltkrieg, im Jahr 1944, sahen etliche Leute über der Klosterruine in Gnadenberg ein seltsames Himmelswunder. Über dem westlichen Himmel stand die Sonne und neigte sich dem Untergang zu. Da erschien auf einmal eine zweite Sonne neben der anderen, und plötzlich fingen sie sich an zu drehen, aber gegeneinander, schnell und immer schneller, so dass der Himmel davon weithin aufglühte. Das seltsame Himmelsschauspiel dauerte fast eine Viertelstunde, dann verschwand die eine Sonne in den roten Abendwolken. Die Erscheinung wurde auch in den umliegenden Orten und in der Stadt Nürnberg gesehen“ [S. 161]
Kommentar: Ich frage mich ob es sich bei diesen Erscheinungen nicht um EIN Phänomen gehandelt hat, lassen wir die Zeitangaben mal unberücksichtigt. Wenn es über Gnadenberg (Oberpfalz) erschienen ist und noch in Nürnberg (Franken) beobachtet werden konnte, war es dann auch über Eckersdorf (Sudetenland) sichtbar? Landkartentüftler im Publikum?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen