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Sonntag, 25. Oktober 2015

UFOs bei den Pikten


2013 habe ich das Buch “UFO Case Files Of Scotland“ von Malcolm Robinson einer genaueren Prüfung unterzogen, war aber eher enttäuscht. Das Buch war im Forschungsansatz schrecklich ufounbritisch und am ehesten vergleichbar mit der amerikanischen Literatur – also eine lose Fallsammlung ohne Hintergrundanalyse, versehen mit diversen Anmerkungen, dass UFOs von „Außerirdischen“ auf die Reise geschickt werden, ohne dies zu belegen. 

Mythologische und paranormale Aspekte usw. wurden erst gar nicht aufgegriffen. Am liebsten hätte ich als Rezensent Robinson ein Buch von Randles um die Ohren gehauen, damit der Kiltträger mal sieht wie man die Sache in Good old England angeht. 

Da ich mich aber nicht abschrecken lasse, wurde ein weiteres Buch zum Thema bestellt: „UFO Scotland“ von Ron Halliday der die Sache schon mal etwas „britischer“ betrachtet als sein amerikanisierter Landsmann. 

Halliday hinterfragt etwa, ob die Sichtung von Kryptiden (namentlich den geisterhaften Großkatzen) in Wechselwirkung mit dem UFO-Phänomen stehen könnten, da die feliden Phantome gerne im Umfeld von Fliegenden Untertassen und Tierverstümmlungen auftauchen, ähnlich wie Bigfoot in Nordamerika. 

Er diskutiert ebenso ob die bizarren Verhaltensmuster von „Ufonauten“ sich tatsächlich mit der These von „Außerirdischen“ vereinbaren lassen, wohl eher nicht... Doch zum Inhalt des Werkes, der sich gut anliest: 

▪ Auf den Livingston-(CE4?)-Fall habe ich hier in der Vergangenheit bereits öfters hingewiesen. Halliday belegt dass im Zeitfenster der Sichtung fünf weitere Zeugen UFO-Sichtungen in dem Areal hatten. Interessant ist eine Karte die er publiziert hat, die belegt wie nah die unabhängigen Zeugen 1979 am Tatort waren, da spielte sich alles in der engsten Umgebung ab. (S. 16) 

▪ Der Autor hatte 1994 Gelegenheit gehabt sich mit Andrew Cherry zu unterhalten. Dieser erlebte im Juli 1947 eine „Begegnung der Dritten Art“. Gegen 5h30 am Morgen wartete er im Portobello Bezirk von Edinburgh auf seinen Bus, als ihm am Himmel ein bizarres Vehikel auffiel. 

Ein scheibenförmiges Objekt mit transparenter Kuppel, auf einer geschätzten Höhe von 300 Fuß, schwebte da. An Bord befand sich eine schwarz gekleidete Person die an einem Instrumentenbord zu stehen schien. Die Textur der metallischen Oberfläche erinnerte ihn an „Diamanten“. In dieser spiegelte sich rötlich das Licht der Morgensonne. 

Die Erscheinung wirkte verschwommen und aus dem Objekt schlugen Flammen, daneben war ein summender Ton zu hören. Die Länge schätzte der Zeuge auf 12 bis 15 Fuß. Nach einer nicht näher präzisierten Sichtungszeit verschwand es mit hoher Geschwindigkeit. (S. 28) 

▪ Im Sommer 1976 beobachteten zwei Zeugen über Clermiston Hill den vermeintlichen Absturz eines „Flugzeuges“, welches bereits durch „merkwürdiges“ Manövrieren auffiel. Kurz bevor es in eine Baumreihe krachte transformierte es sich in ein scheibenförmiges „UFO“ mit einer geschätzten Größe von immerhin 300 Fuß, wobei die Oberfläche blau und weiß war, genau in dem Farbton in dem sich der Himmel präsentierte. (S. 38) 

▪ Halliday untersuchte einen Fall von Oktober 1992, wo sich eine Kreatur blicken ließ die an den berühmt berüchtigten „Mothman“ erinnerte. Bei Niddrie Burn wurde in der Nacht das Schlafzimmer eines Ehepaares angestrahlt. Die Frau erwachte durch die Illumination und blickte aus dem Fenster. 

Dort entdeckte sie einen „gewaltigen Vogel“ / Big Wing auf einem Baum im heimischen Garten, sie versuchte daraufhin ihren Mann zu wecken, was ihr aber nicht gelang. Weitere Informationen über die ominöse Lichtquelle finden sich im Bericht leider nicht. (S. 43ff) 

Das erinnert natürlich stark an die –hier schon oft zitierten- Vorfälle in Wales aus den 1970ger Jahren. Damals wurden abgelegene Farmen von vermeintlichen Ufonauten mit extrem hellem Licht angestrahlt, so als ob man auf sich aufmerksam machen wollte. 

Eine genaue Untersuchung ergab, dass die Sichtungsorte offenbar nach geometrischen Aspekten ausgesucht worden waren. Übertrug man sie auf eine Karte ergaben sie „Linienmuster“, die konform gingen mit megalithischen Steinsetzungen. Kultorte und UFO-Landeplätze ergaben also die perfekte Orthoteny. 

Auch in Schottland wurde der Einsatz von starken Lichtern immer wieder beschrieben, womöglich mit dem gleichen Ziel? Steckt die Botschaft also nicht in der Erscheinung an sich, sondern in der „Landschaftsgeometrie“? Bevor ich falsch verstanden werde: 

Ich glaube nicht wirklich an Bigfoot, Phantomkatzen und Ufonauten als real existierende Entitäten. Ich bin aber davon überzeugt, dass diese als quasimaterielle Projektionen von „Unbekannt“ als „Landmarken“ gesetzt werden um mittels dieser „Landschaftsgeometrie“ zu betreiben, womöglich als Kommunikationsmethode... 

„UFOs“ & Paranauten ziehen nicht nur Linien durch die Landschaft, sie orientieren sich auch an künstlichen „Landmarken“ wie Straßen und Bahnverbindungen, ein offenbar durch und durch auf Geometrie geeichtes Phänomen.

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