Suchmaschine

SN

Montag, 12. Februar 2018

Wenn die Wilde Jagd jagt


Ein deutschsprachiges Buch das mich dieses Jahr angesprochen hat war „Geisterschlösser in Österreich“. Interessant ist für mich, dass auch „altmodische Phänomene noch heute berichtet werden, wie etwa die Wilde Jagd. „Tatort“ ist das Schloss Grünau im Waldviertel, Niederösterreich. Die Schlossherrin hatte eine „unheimliche Begegnung“! Zitat:
Plötzlich begann es draußen zu stürmen und zu brausen, als ob sich ein schlimmes Gewitter näherte. Lärm umbrandete mit einem Mal das Haus, wüster Schlachtenlärm. Ich hörte wiehernde Pferde, Hufschlag, Waffengetöse, Hundegebell und höllisches Gelächter. Diese Horde kam bis zum Portal, schlug ans Tor, als wollte sie das Haus stürmen. Ich nahm ganz eindeutig Kampfhandlungen wahr und Waffengeklirr, lautes Gebrüll und wilde Schreie, ein Stimmengewirr. Die Worte aber konnte ich nicht verstehen, denn die Sprache war mir fremd. […] Das Licht flackerte wie verrückt und ich wurde so panisch, dass ich die Polizei verständigen wollte. Als ich den Hörer abnahm, blieb das Telefon stumm. Es war außer Betrieb. Währenddessen schien es, als habe sich die wilde Meute auf die Südseite des Schlosses verzogen und versuche dort einzudringen. Dann langsam, verflüchtigte sich das Getöse in der Ferne, als würde die Heerschar in eine andere Richtung weiterziehen. Als schließlich alles verstummt war, funktionierte auch das Telefon wieder“.
Ein ähnlicher Effekt war auch im - relativ – nahegelegenen Schloss Raabs zu spüren gewesen:
Zwei Tage später rief mich auch der damalige Besitzer des Schlosses an und versicherte mir glaubwürdig, diese kriegerische Horde habe gegen Mitternacht auch an seinem Tor gerüttelt. Daraufhin ist die Meute wohl von Raabs nach Grünau gezogen“.
--- update ---