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Dienstag, 23. Mai 2017

Name Game & Dark Water
Der bizarre Fall der Elisa Lam

 
Videos: ¹Aufnahmen einer Überwachungskamera im „streikenden“ Fahrstuhl des Cecil-Hotels, die letzten Minuten im Leben der Elisa Lam! (gelöscht? Hier klicken!) ²Trailer von Dark Water, in der japanischen Erstfassung! (Gelöscht? Hier klicken!)
Über den Todesfall der Elisa Lam, einer Kanadierin mit chinesischen Wurzeln, ist schon viel geschrieben und publiziert worden. Auch David Paulides hat sich in seinem Buch „Missing 411 – A Sobering Coincidence“ mit dem Fall beschäftigt. 
Da seine Quellengrundlagen der Polizeibericht des L.A.P.D (Polizei Los Angeles) und der Report des offiziellen Leichenbeschauers sind, verwende ich lediglich sein Buch als Quelle. 
► Cecil-Hotel 
Lam stammte aus Vancouver und studierte dort Psychologie. Ende Januar 2013 machte sie eine Tour nach Kalifornien und stieg am 26sten im Cecil-Hotel, Stadteil Skid Row (bekannt für seine vielen Obdachlosen) ab, einem Haus mit denkbar schlechter Reputation, welches 1924 oder 1927 (das genaue Datum ist nicht eruierbar) seine Pforten öffnete. 
Zu dessen Gästen zählten in der Vergangeheit unter anderem der Massenmörder und Satanist Richard Ramirez (1984-1985) und Jack Unterweger (1991), der im (?) Hotel drei Prostituierte ermordet hatte. 
Im Jahr 1964 wurde die Gästin Goldie Osgood von einem Unbekannten vergewaltigt und ermordet. Daneben sind drei Selbstmorde von Frauen bekannt geworden (1x1954, 2x1964) wobei im letzten Fall die Selbstmörderin Pauline Otton aus dem Fenster sprang und auf einem 65jährigen Passanten aufschlug der ebenfalls verstarb. 
Man kann sagen, dass Hotel als solches ist ausgesprochen „frauenfeindlich“, Todesopfer waren bisher nur Frauen, stellenweise unter bizarren Umständen. 
Der Kontakt von Elisa Lam zu ihrer Familie brach am 31sten Januar ab. Ihre Eltern informierten kanadische Behörden, diese wiederum kontakteten das L.A.P.D, welches das Hotel absuchen ließ, jedoch fanden sich keinerlei Spuren. 
Am 19. Februar beschwerten sich Hotelgäste über mangelnden Wasserduck (der in den Medien erwähnte schlechte Geschmack des Wassers wird im Polizeibericht nicht erwähnt) und die vier Wassertanks auf dem Dach des Hotels wurden untersucht. In einem befand sich die Leiche von Elisa Lam. 
Sie war nackt, ihre Kleidung schwam im Tank. Die Öffnung im Tank war zu klein um den Leichnam zu bergen, folglich musste dieser aufgeschweißt werden. Ihre Leiche wies keinerlei Verletzungen auf, die offizielle Todesursache wird als „Ertrinken“ im Rahmen eines „Unfalls“ angegeben. 
Da eine Überwachungskamera Lam am Todestag in einem Fahrstuhl gefilmt hatte und sie sich ausgesprochen merkwürdig benahm, so als werde sie von einem „Unsichtbaren“ verfolgt oder bedroht, wobei der Fahrstuhl sich nicht von der Stelle rührte obwohl sie auf alle Etagenknöpfe drückte, wurde der Verdacht geäußert sie habe Alkohol oder Drogen zu sich genommen, was der Gerichtsmediziner ausschloss – entsprechende Rückstände fanden sich nicht in ihrem Blut. 
► Fast blutleer? 
Der Gerichtsmediziner wies übrigens auch darauf hin, dass weitere Blutproben nicht möglich waren, da die vorhandene Blutmenge zu gering sei. Das wird nicht weiter erklärt. Bekanntlich ist Lam ertrunken und nicht verblutet, wo war ihr restliches Blut hingekommen? Bis das Gutachten erschien vergingen drei Monate – ungewöhnlich lang für eine alltägliche Todesursache wie Ertrinken! 
► Die Tanks 
Auf dem Hoteldach bzw. einer Empore standen/stehen, wie erwähnt, vier von diesen. Jeder fasst 4000 Gallonen Wasser, war/ist 240 cm hoch und 120 cm breit. Elisa Lam war lediglich knapp 160 cm groß, es ist unklar wie sie den Tank erklimmen konnte, dies ist nur mit einer Leiter möglich, der Zugang zum Dach war mittels einer Alarmanlage gesichert, die am 31sten Januar jedoch nicht aktiviert wurde. Suchhunde konnten keine Witterung aufnehmen, weshalb auch der erste Polizeieinsatz erfolglos war. 
► Name Game 
Am 21. Februar 2013 berichtete die Los Angeles Times über einen Ausbruch von Tuberkolose in Skid Row, also jenem Viertel in dem Elisa Lam zu Tode kam. Der eingesetzte Schnelltest zur Krankheitserkennung nannte sich Lam-Elisa! Fassen wir zusammen: Am 26sten Januar kommt Elisa Lam nach Skid Row, am 19. Februar wird sie tot im Wassertank geborgen und am 21sten wird über den TBC-Lam-Elisa-Test berichtet! 
► Dark Water 
Ziemlich Paradox ist die Verbindung zwischen dem Lam-Todesfall und dem japanischen / amerikanischen Spielfilm „Dark Water“. Dazu Wikipedia über die US-Fassung des Films: 
Die attraktive, psychisch labile Dahlia und ihre kleine Tochter Cecilia ziehen während der Scheidung von New York nach Roosevelt Island (N.Y.C); dort mieten sie eine heruntergekommene Wohnung in einer Massensiedlung. Auffallend ist, dass dort, obwohl eine sehr gute Schule nur zwei Blocks entfernt ist, keine Kinder wohnen, nur ein paar Jugendliche. 
Schon während der Besichtigung der Wohnung 9-F läuft Cecilia davon und findet auf dem Dach einen "Hello Kitty"-Kinderrucksack – den sie beim mürrischen Hausmeister auf Drängen ihrer Mutter abgibt. Obwohl die Wohnung einen heruntergekommenen Eindruck macht, ziehen Mutter und Tochter ein. Doch schon nach wenigen Tagen häufen sich merkwürdige Ereignisse: 
Der Aufzug zeigt ein merkwürdiges Eigenleben und aus dem Wasserhahn kommt ein Haarbüschel. Dazu kommt, dass sich Cecilia eine imaginäre Freundin zulegt, wie in der Schule bemerkt wird. 
Dahlia wird immer öfter von Albträumen gequält, in denen sie vergeblich nach Versöhnung mit ihrer Mutter sucht. Daneben geschehen in der Wohnung über ihnen merkwürdige Dinge – es wird getrampelt, und jemand dreht das Wasser auf, das bald darauf seinen Weg durch die Decke in die Wohnung findet. 
Schließlich fällt auf, dass die imaginäre Freundin Cecilias den gleichen Namen trägt wie das Kind der Vormieter der Wohnung 10-F – „Natasha“. Dahlia erfährt, dass unklar ist, wo das Mädchen Natasha abgeblieben ist, da beide getrennt lebenden Elternteile annehmen, das Kind sei beim jeweils anderen. 
Dahlia zieht daraufhin den Schluss, das Kind müsse in der Wohnung 10-F zurückgeblieben sein und dort einen tödlichen Unfall gehabt haben. Sie findet die Leiche des Mädchens im Wasserspeicher auf dem Dach des Hauses. 
Dennoch gibt der Geist Natashas keine Ruhe, im Gegenteil, er bedrängt Cecilia in der Schule und die Mutter zu Hause. Unterdessen hat Dahlia Vertrauen zu ihrem Anwalt Platzer gefasst, der ihr allerdings auch nicht mehr helfen kann, als es zum großen Zusammenbruch kommt. Cecilia badet; plötzlich sitzt Natasha mit in der Wanne und beginnt, Cecilia zu ertränken. 
Natasha setzt den ganzen Raum unter Wasser. Um ihre Tochter zu retten, bietet sich Dahlia Natasha als neue Mutter an und verspricht, für immer mit ihr im Haus zu leben. Dahlia ertrinkt schließlich im Badezimmer. Cecilia trägt von diesem Erlebnis einen Schock davon und wird von ihrem Vater aufgenommen. 
Als sie ein letztes Mal das Haus betritt, um ihre Sachen zu holen, begegnet sie im Fahrstuhl dem Geist ihrer Mutter, der ihr verspricht, immer für sie da zu sein. 
Eine Tote im Wassertank, eine heruntergekommene Gegend, Fahrstühle mit „Eigenleben“ und eine Film-Protagonistin mit dem Namen Cecilia (Cecil-Hotel!) sind interessante Schicksalsmarken in der Geschichte einer jungen kanadischen Studentin!
► Tote in Tanks & Blutleere 
Paulides schließt den Lam-Fall mit einem Report aus Argentinien ab. Dort wurden im Jahr 2002 19 Rinder in einem australischen Wassertank aufgefunden. Tatort war die Ansiedlung Suco, unweit Rio Carto in der San Luis Provinz. Das Gebiet war damals Schauplatz zahlreicher Tierverstümmlungen, bei denen blutleere Kadaver entdeckt wurden. 9 der Tiere waren eingegangen, der Rest stark unterkühlt. Es blieb unklar wie es den Tieren gelang zwei Zäune zu queren und in den Tank zu gelangen.
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Update: Langzeitmieter Bernard Diaz beschwerte sich über eine Überschwemmung im 4. Stock um die Zeit, als Elisa Lam verschwand, er sagte außerdem, er hätte ein Geräusch gehört, dass so laut war, „dass er aus dem Bett gefallen sei“. [Quelle]
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Elisa: The Documentary
Die Sache mit der sandartigen Substanz in der Kleidung war mir neu. 
Gut ist auch die Frage wer den Deckel des Wassertanks zugemacht hat nachdem sie sich in diesem befand? 
Und wer mögen die beiden unbekannten Männer gewesen sein die ihr eine Box mitgaben? 
Seit 1924 15 unnatürliche Todesfälle im Hotel… 
Nicht zu vergessen ihr Posting über „Unsichtbarkeitstechnologie“ am 12-01-2013 und ihre spätere Interaktion mit einem "Unsichtbaren". 
Ein letzter Besuch von ihr kurz vor dem Tod im THE LAST BOOK STORE in dessen Webseiten-Registrierung ein Kontakt in Kanada eingetragen war, ursprünglich mit der PLZ vom Friedhof auf dem Lam beerdigt wurde…
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Video in Originalgeschwindigkeit
Die “schnelle” Aufnahme ist noch ein Stück gruseliger als die “langsame” vom LAPD. Ganz klar kann man nämlich erkennen dass der Lift erst reagiert nachdem Lam aufgegeben hat und ausgestiegen ist. 
Sie befindet sich übrigens im 14ten Stockwerk, also dem Areal in dem sich der Satanist Ramirez getummelt hat… 
Solche „Nichtfunktionen“ oder „Falschfunktionen“ sind übrigens nicht ganz unbekannt, ich denke hier etwa an „Kameraausfälle“ im Rahmen des 411-Phänomens bzw. der Skinwalker-Ranch
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Das Phänomen 
Ich bin viel zu sehr „Keelianer“ (Anhänger des verstorbenen Autors John Keel) um die Handschrift nicht zu erkennen und die ganzen Synchronizitäten nicht dem „Phänomen“ zuzuordnen. 
Alleine schon die inhaltliche Nähe zum Film DARK WATER (mit Überschwemmung im 4 Stock während Lam auf dem Dach ertrinkt!), der bizarre Name des Tuberkulose-Test im Umfeld des Hotels (während Lam gesucht wird!) und dann die abenteuerliche Geschichte mit dem „letzten“ Buchgeschäft, ganz zu schweigen vom „ferngesteuerten“ Fahrstuhl… Welcher Mörder inszeniert denn so was? „Ultraterrestrier“ mit merkwürdigem Humor mal ausgenommen…
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LAM 
Aiwaz (auch Aiwass) ist laut dem Okkultisten Aleister Crowley der Name eines ägyptischen Gottes, der als sein heiliger Schutzengel fungiert habe und ihm den Text seines Buches Liber AL vel Legis diktiert haben soll. 
Durch Kenneth Grant, einen Schüler Crowleys in den Jahren vor Crowleys Tod, entstand um Aiwass ein eigenwilliger Mythos, bei dem Aiwass mit einem von Crowley gemalten Wesen identifiziert wird. 
Dieses Bild zeigt ein Porträt von einem menschenähnlichen Wesen mit sehr großem Hinterkopf und mandelförmigen Augen, nicht unähnlich den modernen Darstellungen von „Außerirdischen“. 
Crowley nannte das dargestellte Wesen „Lam“. Als Kenneth Grant dieses Bild für sich auswählte, soll Crowley „Aiwass“ gemurmelt haben, was von Grant so verstanden wurde, dass Aiwass und Lam zumindest in enger Beziehung zueinander stünden. [Wikipedia]
Bei Ufos & Co. erfährt man: 
[…] Crowley fertigte das Portrait eines Wesens an, das erschienen sein soll, und das er “LAM” nannte, und das weitestgehend einem “Grey” glich. 
Zu dieser Zeit waren Greys als vermeintliche Außerirdische oder Raumschiffinsassen allerdings unbekannt. Crowley hielt LAM für interdimensional. 
Er sagte, er habe ein magisches Tor für dieses Wesen geöffnet. Nach Crowley sollen verschiedene okkulte Gruppen seine Überzeugungen und Arbeit fortgeführt haben, wobei sie auch den nicht-irdischen LAM kontaktiert haben wollen. 
Diese Gruppen sollen sich u.a. am O.T.O - "Ordo Templi Orientis" - einem magischen "Leitfaden" Crowleys, orientiert - und danach benannt - haben. 
Angelehnt an Schamanistische Meditationspraktiken und Riten habe man mit dem als wichtig und heilig angesehenen LAM kommuniziert. 
Es wird übrigens berichtet, dass Crowley versucht haben soll, das "interdimensionale" Tor wieder zu schließen aber es möglicherweise u.a. von dem Okkultisten und späteren Scientology Begründer L. Ron Hubbard in 1946 aus Versehen durch Praktiken, die sie "die Babylon Arbeit" nannten (dabei handelte es sich insbesondere um sexuelle, magische Praktiken), wieder geöffnet worden sei. 
Das von Crowley in voller Absicht geöffnete Tor, so meinen andere, habe sich nie wieder geschlossen und wurde seither immer durchlässiger... […] 
Bei LAM soll es sich allerdings nicht so sehr um ein bestimmtes Wesen sondern eher um einen Vertreter einer ganzen Spezies oder einer okkulten Energie handeln. 
Michael Bertiaux, einer der LAM Kontaktees, sah in LAM die Auprägung einer inneren, satanischen Wahrheit. Dazu muss man aber wissen, dass Anhänger von Okkultismus den Teufel weniger als das "Böse" sondern vielmehr als den gefallenen Lichtbringer - "Lucifer" - betrachten. 
Auch John Keel hatte übrigens mitunter das Gefühl, dass die von ihm untersuchten paranormalen Ereignisse - wie z.B. die Mothman Sichtungen - sich möglicherweise auf irgendeine Art von magischer Aktivität zurückführen lassen. […]

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