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Freitag, 22. April 2016

Sagenhaftes Niederbayern


In der Vergangenheit bin ich ja schon öfter darauf eingegangen, dass Sagen oftmals das gleiche Erzähl- und Ablaufmuster aufweisen wie heutige Begegnungen mit vermeintlichen UFOs und „Aliens“. 
Vor ein paar Tagen habe ich mir den Band „Sagen aus Niederbayern“ von Emmi Böck besorgt und fand dort ein paar recht interessante Beispiele, die man heute sicherlich ufologisch ausdeuten würde… 
► Auf Seite 15 begegnet uns der Bericht eines Gottlieb B., der im Alter von 27jahren ein „unheimliches Erlebnis“ mit einer kleinen Kreatur hatte, welches er einem Sagensammler anvertraute: 
„… haben wir Dorfburschen in einer Rauhnacht Eisstock geschossen. Es war mondhell, so dass wir bis tief in die Nacht hinein draußen bleiben konnten. […] Als wir dann plötzlich […] ein kleines Männlein vor uns stehen sahen, warfen wir alle die Stöcke weg und liefen so schnell wir konnten, nach Hause.“ 
► Besieht man sich die „modernen“ UFO-Fälle so spielt bei den Begegnungen oft der Umstand eine Rolle, dass Fahrzeuge ihren Dienst versagen wenn „Raumschiffe“ oder „Außerirdische“ auftauchen. 
So was kannte man früher auch, nur waren es keine technischen Vehikel sondern von Pferden gezogene Wagen die sich nicht mehr rührten und wie „gebannt“ schienen. Ein Bauer soll folgendes erlebt haben: 
Dort, wo der Altbach aus der Schlucht braust, wollten die Pferde nicht mehr weiter. Er fluchte und hieb auf sie ein. Aber es half nichts“. (S. 33) 
Der Grund war ein „teuflisches“ Wesen welches mit Sausen und Krachen daherkam und einen fürchterlichen Gestank von sich gab – siehe hierzu auch den Beitrag „Der Gestank der Aliens"!
► Bizarre Todesfälle im Umfeld des „Paranormalen“ werden immer wieder geschildert. Bei Göttersdorf hat es eine Magd erwischt, die regelrecht „zerlegt“ wurde, so wie wir es heute von den Mutilations her kennen: 
Eines Abends musste sie […] hinaus zum Brunnen, um Wasser zu holen. Als sie eine Zeitlang draußen war, flogen mit einem Mal Menschenbeine und ein Totenkopf durch das geschlossene Fenster in die Stube. Die […] Magd aber kam nie wieder zum Vorschein“ (S. 53) 
Wer sich dadurch angeregt fühlt und mehr haben möchte kann sich hier sattlesen: „Human Mutilations & tödliche Kontakte
► Ich wohne in München und durch die Stadt zieht sich die Isar. Im Lauf der Jahre erhielt ich zwei Sichtungsberichte über Lichterscheinungen direkt an bzw. über dem Fluss. Der erste Report (in chronologischer Reihenfolge) ereignete sich am Flaucher, ein anderer im „urbaneren“ Stadtgebiet - der zweite Report muss noch in einen Artikel gepackt werden! Auf der Höhe von Landau zeigten sich auch Lichter am Fluss: 
„…stiegen an beiden Ufern der Isar tänzelnde Lichtlein auf. Die wiesen dem Schiffer den rechten Weg. Zeigten sich Hindernisse, hüpften die Lichtlein zusammen und beleuchteten die Gefahrenstellen so hell, dass man sie mühelos passieren konnte“. (S. 57)
► Das spurlose Verschwinden und wieder auftauchen von Menschen ist als Phänomen uralt. Wahlweise schrieb man es der „Wilden Jagd“ zu, oder heute „Aliens“. Eine entsprechende Erfahrung soll eine Bäuerin aus Lichtenegg gemacht haben: 
Am späten Abend war sie, bekleidet nur mit Unterrock und Unterleibl vors Haus gegangen, der Notdurft halber. Der Sturm heulte, im Wald ächzte es. Und schon war die Wilde Jagd da und hob sie auf und entführte sie durch die Lüfte, weit fort, bis morgens […] sie auf den Boden gesetzt. 
Wo war sie nur? Andere Tracht, andere Sprache. Man verstand ihr Reden nicht und schüttelte den Kopf. Und nicht weniger denn sieben Jahre dauerte es, bis sie sich zum Heimatdorf durchfragte und durchschlug. Sie kam mit grauen Haaren und fand die Kinder zu Hause erwachsen“. (S. 72) 
Die Ufologen Vallee und Aubeck fanden einen verblüffend ähnlichen Vorfall in der Schweiz: Die Entführung des Hans Buchmann!
► Es gibt UFO-Sichtungen, die sich nicht von Sagen unterscheiden lassen und es gibt Sagen die kommen daher wie UFO-Sichtungen, der eine oder andere Sagensammler wurde so zum UFO-Chronisten: 
An der Straße von Dingolfing nach Bubach soll man früher öfters in der Nähe des sogenannten Asenhäusels ein Licht gesehen haben. Über die sonderbare Erscheinung berichtet ein Landwirt aus Oberspechtrain: 
‚Ich war vor vielen Jahren einmal in Landshut. Am Abend fuhr ich mit dem letzten Zug und ging zu Fuß nach Hause. Als ich in die Nähe vom Asenhäusl kam, sah ich auf der Höhe von Brunn auf einmal ein blaues Licht. Im nächsten Augenblick schoss es blitzschnell über die Felder und blieb am Abhang über der Straße in Form einer Kugel stehen. 
Ich erschrak, ging aber doch weiter. Auf einmal war ich wieder in der Stadt. Wiederum lenkte ich meine Schritte heimwärts. Da stand die leuchtende Kugel noch wie zuvor über dem Abhang. […] Mit einem Male fuhr […] das Licht, blitzschnell wie es gekommen war, in die Höhe und verschwand. Ich konnte nun ungehindert den Heimweg antreten“. (S. 60f) 
Aufschlussreich wie die Ortsversetzung ist die Bezeichnung „Asenhäusel“, ein Name Game? Hierzu Wikipedia: 
Die Asen sind nach Snorri Sturluson in der Prosa-Edda ein Göttergeschlecht der nordischen Mythologie. Die Asen werden von ihrer Mentalität als kriegerische und herrschende Götter geschildert. 
Heinrich Himmler interessierte sich übrigens auch für Asen und hielt sie offenbar für historisch reale Wesen: Himmler, Vimanas, Asen und die Arche Noah 
Mit der Bezeichnung „Name Game“ beschrieb der verstorbene amerikanische Ufologe John Keel den Umstand, dass Orte an denen sich „Merkwürdigkeiten“ ereignen, oft einen entsprechenden Namen haben, gelegentlich in diabolischer Färbung. 
Dieses Phänomen findet sich auch in Niederbayern. Es gibt bei Mauth einen Flecken der nennt sich „Beim Roten Mannei“, womit „rotes Männchen“ oder Wesen gemeint ist, da dort einst ein „blutrotes Männlein“ in Erscheinung trat (S. 90)
► Bei seinem letzten Interview auf CropFM beschrieb Illobrand von Ludwiger kurz einen Fall der ihm bzw. damals der MUFON-CES gemeldet worden war. 
Demzufolge beobachtete eine Zeugin eine humanoide Gestalt die aussah als stünde sie in Flammen. Er wies richtig darauf hin, dass solche Entitäten auch in der Vergangenheit oft beschrieben wurden und in Überlieferungen Einzug gehalten haben. 
In Kumreut, so die Sage, soll ein Bauer einer solchen Erscheinung begegnet sein die ihn verfolgte und vor ihm sein Zuhause erreichte: 
In seiner Angst drückte der Bauer das Fenster ein und stieg in die Schlafkammer. Da fand er sein Weib tot im Bett liegen. Es war voller Brandwunden.“  
Siehe zum Thema der tödlichen Begegnungen auch den Beitrag „Paranauten“ senken die Lebenserwartung
► Im Sagenband werden fliegende, „intelligent agierende“ Lichter außerordentlich oft beschrieben. Auf Seite 91: „Von Zeit zu Zeit nun erscheint nächtens auf dem Grab ein blaues Licht“ – siehe auch „UFOs & Friedhöfe“ und ein paar Seiten weiter (S. 22) können wir lesen: 
Vor ungefähr zehn Jahren ging an einem […] Feiertag ein in Obergangkofen bediensteter Knecht von Landshut heim. Wie er sich dem Soldatenhölzl näherte, sah er am Marterl ein Lichtlein. Das hob sich von dem Marterl weg, ging vor ihm her und zeigte ihm den Weg nach Obergangkofen.“
Fortsetzung

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