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Sonntag, 23. Oktober 2016

Menschenfänger

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Missing 411 – A Sobering Coincidence“ ist in der Buchreihe von David Paulides eigentlich ein „Ausreißer“. 
Es geht dabei nicht um Vermisstenfälle in Nationalparks, sondern in urbanen Zentren. Dabei ist das Grundszenario immer gleich. In der Regel verschwinden jungen Männer die nachts bzw. abends „auf Tour“ gehen, Alkohol trinken und mit Freunden unterwegs sind. 
Sie verschwinden, lösen sich von der Gruppe, sind plötzlich weg und tauchen dann in Flüssen, Seen und anderen Wasserreservoirs auf, oft Kilometer entfernt von ihrem letzten Aufenthaltsort. 
Todesursache ist Ertrinken, Hinweise auf Gewalteinwirkung oder Verbrechen finden sich nicht. Was mich gewundert hat: Es fanden sich nur sehr selten Spuren von K.O. Tropfen oder Drogen. 
Betroffen sind weiße Männer, Afroamerikaner, Hispanics oder Asiaten sind kaum unter den Opfern. Mein anfänglicher Verdacht, dass die Männer einfach „abgestürzt“ sind scheint sich nicht zu bewahrheiten, oft ist der gemessene Blutalkoholpegel zu gering und die Entfernung zum Gewässer zu groß. 
Paulides Sohn, der sich durch die Fälle gelesen hat, erinnerten die Szenarien an Kinderspielautomaten die oft in Kaufhäusern ausgestellt sind. Das Ziel ist es mit einem Greifarm ein Spielzeug oder Plüschtier „zu angeln“ [S. 170]. Offenbar angelt jemand nach Menschen. 
Dabei ist sein Gedanke der Realität vielleicht ziemlich nahe. Auf Seite 78 wird nämlich erwähnt dass einige der jungen Männer mit ihrem Handy einen letzten Anruf tätigten. Sie sagten nichts, es war lediglich das Geräusch von starkem Wind zu hören, als bewegten sie sich gerade durch die Luft! 
Es fanden sich in den Vermisstenreporten auch andere „Kuriositäten“:   
► Eau Claire, Wisconsin, 06-11-2002: Michael Noll feierte seinen 22sten Geburtstag. Er verschwand und tauchte tot im Halfmoon Lake wieder auf. Er steckte im Eis, sein Oberkörper war über der Eisfläche, sein Unterkörper darunter. Die Wassertiefe an der Stelle betrug drei Meter. Die Todesursache war Ertinken. [S. 155] Wer die Leiche so geschickt auf dem Eis „drapiert“ hat bleibt rätselhaft. 
► Eau Claire, Wisconsin, 12-06-2005: Joshua Snell besuchte die Stadt und trank in einer Bar. Anschließend wollte er eine Bekannte besuchen. Überliefert ist sein letztes Telefonat [Paulides hat vergessen zu erwähnen wer angerufen wurde]. Snell war in Panik, befand sich irgendwo im Freien, in einem verbuschten Gelände. Der Anruf brach ab und er landete im Chippewa River wo seine Leiche gefunden wurde. [S. 158] 
► La Crosse, Wisconsin, 30-09-2006: Luke Homan feierte mit Freunden und verschwand. Er wurde im Mississippi aufgefunden. Als die Polizei die Lokale aufsuchte in die Homan gegangen war um die Videos der Überwachungskameras auszuwerten, wurden die Beamten vor ein bizarres Problem gestellt: 
Nicht eine einzige Kamera funktionierte an dem Tag an dem Homan verschwunden war, alle hatten technische Probleme und waren ausgefallen! 
Homan hatte sein Handy dabei. Obwohl er an dem besagten Abend nicht mehr zuhause war, fand es sich unter seinem Bett – womöglich damit es nicht geortet werden konnte? [S. 164] 
► Madison, Wisconsin, 28-01-2006: Einer der wenigen Asiaten auf der Verlustliste war der Japaner Kenji Ohmi. Er verließ abends seine Wohnung und wurde dabei von einer Sicherheitskamera gefilmt. Er trug – der Jahreszeit angemessen – lange Hosen. Als man ihn dann im Lake Mendota fand hatte er Shorts an [S. 160]. 
Paulides erwähnt nicht ob dieses Kleidungsstück Ohmi gehörte. Mich erinnert dass Szenario an diverse UFO-Abduction-Fälle, in denen den Entführten falsche, also fremde, Kleidungsstücke übergezogen werden nachdem sie „medizinisch“ untersucht worden sind!
 
► Bei meinem Interview auf CropFm zum „Missing 411“-Phänomen hatte ich erwähnt, dass Suchmannschaften oft Hilferufe hören, jedoch niemanden finden können. 
Paulides erwähnt auf Seite 173 einen Fall aus Colorado. In einem Nationalpark war eine Person verschwunden. Eine Reporterin die der Sache nachging, interviewte den Parkchef und suchte später die Stelle auf, an der der Vermisste zuletzt gesehen worden war. Dort hörte sie Hilfeschreie. 
Sie suchte nach der Person, fand sie jedoch nicht. Sie lief zurück zur Parkverwaltung wo ihr erklärt wurde, dass die Suchmannschaften am Tag zuvor an der gleichen Stelle ebenfalls Rufe gehört hatten, jedoch niemanden finden konnten. 
Auch eine neu anberaumte Suche führte zu keinem Ergebnis! Die Suchmannschaften sind Profis, die machen nichts anderes als nach verloren gegangenen Besuchern zu fahnden. Wie kann es sein dass hörbare Personen nicht gesehen werden können?
► La Crosse, Wisconsin, 08-07-2014: Shalim Augustin verbrachte den Tag mit einigen Freunden und ging anschließend zur Arbeit. Dort kam er nie an. 
Die Polizei begann mit der Suche und tatsächlich fanden die Suchhunde eine Spur. Diese führte mitten in ein Feld und brach dort abrupt ab. 
Gefunden wurde Augustin im Black River, von seinem letzten bestimmbaren Aufenthaltsort her gesehen diametral entgegengesetzt und noch dazu flussaufwärts – Leichen bewegen sich mit dem Strom und nicht dagegen! [S. 182]
Parallele zum Elisa Lam Fall? 
Auf den Fall der Elisa Lam bin ich hier bereits eingegangen [=Name Game & Dark Water: Der bizarre Fall der Elisa Lam]. Besonders auffällig daran war die „Kommunikation“ der jungen Frau mit einem „Unsichtbaren“ in einem Fahrstuhl. 
Kurioserweise hat sie sich in einem sozialen Medium auch für Unsichtbarkeitstechnologie interessiert bzw. einen entsprechenden Link gepostet wie der YouTuber John Lordan herausfand! Es scheint einen Parallelfall in Utah zu geben. 
Kayelyn Louder verschwand am 27-09-2014 in West Valley. Kurz davor kam es zu einigen Eigentümlichkeiten. 
Sie rief die Polizei da sie in ihrem Apartmenthaus Lärm hörte, Schreie und Schüsse. Sie rief die Polizei, die jedoch nichts Ungewöhnliches finden konnte. Kurz darauf rief sie die Polizei abermals, legte aber wieder auf. 
Ein dritter Anruf ergab dass sie annahm dass sich jemand in ihrer Wohnung befand. Im Hintergrund hörten die Polizisten dass ihre Mitbewohnerin sagte dass niemand außer ihnen da sei. Louder zog daraufhin ihre Schuhe aus [sic!] und verließ die Wohnung. 
Man fand sie später im Jordan River. Die Todesursache konnte, wie so oft, nicht festgestellt werden. In ihrem Blut fanden sich keine Drogen- Psychopharmaka- oder Alkoholrückstände. 
Ihre Eltern konnten sich ihr völlig abweichendes Verhalten nicht erklären, sie hatte keine [bekannten, nachgewiesenen] psychischen Erkrankungen. Interessant ist der Umstand dass die Utah Police die Aufnahmen der Sicherheitskamera des Wohnblocks durchsah. 
Dabei fiel auf dass sie auf einem Tape mit einer nicht sichtbaren Person zu sprechen schien und dabei gestikulierte. [S. 259ff] 
Die Parallele zum Lam-Fall ist interessant. Beide Frauen verhielten sich so als würden sie etwas sehen, was andere nicht sahen, sie ertranken und bei beiden gab es Probleme mit der amtlichen Todesursache. 
Bei Louder konnten die Pathologen nichts herausfinden und bei Lam dauerte die Untersuchung über Wochen, bis man letztlich „Ertrinken“ angab. Dass sie ihre Schuhe auszog erinnert an die Vermisstenfälle in den US-Nationalparks, dort wurden die Schuhe ohne ihre Träger, oder die Träger ohne ihre Schuhe gefunden!
Der Blutsauger von La Crosse 
Immer wenn man meint das „Missing 411“-Phänomen könne nicht noch verrückter werden, taucht ein Polizeibericht oder Pathologiereport auf der dem Ganzen noch die Krone aufsetzt! 
Jeffery Geesey verschwand in La Crosse, Wisconsin. Diese Stadt scheint übrigens DAS Epizentrum des Phänomens zu sein, denn die verrücktesten Fälle kommen von dort. Er wurde im Mississippi entdeckt. Genauer im „Running Slough“ bei der Stadt Shelby. 
Man sah ihn zuletzt am 11-04-1999, entdeckt wurde er am 24.05.1999. Er fehlte also 43 Tage, tot war er jedoch nur 72 Stunden – die restliche Zeit muß er irgendwo verbracht haben. 
In seinem Körper fanden sich 130 Mikrogramm GHB [Gamma-Hydroxybuttersäure] die bei entsprechender Dosis die Wirkung von K.O. Tropfen entwickeln kann und eine große Menge von Alkohol. Doch das war nicht das Ungewöhnliche im Bericht des Pathologen. 
Er stellte darüber hinaus fest, dass sich in Geeseys Körper keinerlei Blut mehr befand, daneben fehlte die Flüssigkeit in seinen Augäpfeln. Es war nicht möglich Einstichstellen oder ähnliches zu finden, es konnte nicht geklärt werden wie Blut und Augenflüssigkeit entnommen worden sind! [S. 271] 
Das erinnert natürlich an das Mutes-Phänomen [=Tierverstümmlungen], wo neben allerhand Beruhigungsmitteln und Blutverflüssigern [=Kühe unter Drogen und der Rommel Report] keinerlei Blut mehr in den Kadavern nachgewiesen werden konnte!
Überwachungskameras & Missing 411 
Wer meint dass Überwachungskameras das Rätsel lösen helfen sieht sich getäuscht! 
Nach 9/11 wurde die Heimatschutzbehörde gegründet. 
In diesem Zusammenhang galten dann auch einzelne Wasserwege bzw. Trinkwasserdepots in den USA als mögliche Anschlagsziele und wurden mit Sicherheitskameras ausgestattet. 
Paulides berichtet dass man auch in diesen Arealen die Leichen von jungen Männern gefunden hat, ohne jedoch dass aufgenommen worden war WIE sie ins Wasser geraten waren. 
Zwei signifikante Fälle [Thomas Booth III aus Woodlyn, Pennsylvania & Brian Shaffer aus Columbus, Ohio] spielten sich in Pubs ab. 
Die Sicherheitskameras an den Eingängen nahmen zwar auf wie die Männer das Gebäude betraten, nicht jedoch wie sie diese verließen – beide landeten in örtlichen Gewässern und ertranken! [S. 308] 
In der Hinsicht ist auch der Fall von Cullen Fortney interessant. Am 08-01-2006 tanzte er in Johns’s Bar [gelegen in La Crosse, Wisconsin] und fand sich unvermittelt im Wasser des Mississippi. 
Seine letzte Erinnerung war die, dass er gegen 2h am Morgen noch auf der Tanzfläche war, gegen 6h45 kam er in den Fluten zu sich – über die „Missing Time“ dazwischen konnte er keine Rechenschaft ablegen. Die Zeugenbefragungen ergaben nichts, er war „einfach“ nicht mehr da gewesen und man nahm an er sei grußlos gegangen! [S. 347] 
Resümee 
Das Phänomen weist dieselbe merkwürdige Konsistenz auf wie wir es heute sonst nur vom UFO-Phänomen her kennen, dieses merkwürdige Amalgam aus „Hightech“ und „Lowtech“! 
Also der Möglichkeit Kamerasystemen zu entgehen, Menschen beliebig verschwinden zu lassen und ihre Körper so zu manipulieren dass Pathologen dies nicht erklären können [„Todesursache unbekannt“]. 
Auf der anderen Seite setzt man aber auf handelsübliche K.O. Tropfen und Alkohol um die Opfer zu narkotisieren, ganz ähnlich wie mit den Beruhigungsmitteln und Blutverflüssigern bei Tierverstümmlungen! [=Cattlegate | 1970ger US-Mutes]
4xPing = 11,89 Meilen! 
Predator in the Forest

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