Suchmaschine

SN

Donnerstag, 6. Oktober 2016

4xPing = 11,89 Meilen!


Derzeit lese ich das „Hunter“-Buch von David Paulides. Darin fand sich der Hinweis auf einen Fall in einem seiner vorangegangenen Bücher mit dem Titel „Missing 411 – The Devil’s in the Details“. 
Es geht dabei um den Vermisstenfall Cullen Finnerty, 30 Jahre alt, einem professionellen Quarterback [American Football]. 
Die Datengrundlage von Paulides sind die offiziellen Polizeiberichte, denen auch Tatortfotos beilagen, als auch die Reporte der Gerichtsmediziner, es waren zwei Teams involviert, die versucht haben die Todesursache zu ermitteln. 
Finnerty startete am 26-05-2013 zu einer Angeltour. Er organisierte ein Boot und legte gegen 20h45 von Webber Township, Michigan, los. 
Gegen 21h27, er befand sich da schon in der Wildnis und hatte sein Boot verlassen, rief er seine Freundin an. Er war außerordentlich aufgebracht und berichtete, er werde von zwei Männern verflogt. Einer sei lediglich 6 Meter hinter ihm. Er habe ihn angesprochen, jedoch keine Antwort erhalten. 
Es fanden noch weitere Anrufe statt: 21h34, 21h36, und 21h47. Beil letzterem Anruf gab er die Koordinaten seines iPhone5 an sie weiter. 
Die Polizei forderte den Provider auf Finnertys iPhone zu lokalisieren. Dazu wurden kurz hintereinander vier Suchsignale im Rahmen einer Triangulation ausgeschickt, sogenannte „Pings“. 
An sich ging man davon aus dass man ihn gut lokalisieren könne, allerdings tauchte eine Anomalie auf: 
Der erste „Ping“ machte seine Position aus. Der zweit sollte diese bestätigen. Jedoch hatte sich das iPhone in dieser kurzen Zeit bewegt – und zwar über 5 Meilen! 
Der nächste Ping zeigte eine Position an die nochmals um 4,37 Meilen „verschoben“ war und der dritte Ping erbrachte eine weitere Ortsversetzung um 2,52 Meilen! 
Finnerty bewegte sich also, oder wurde bewegt, dies in einer Geschwindigkeit die zu Fuß in unwegsamem Gelände nicht möglich war. Autos konnten dort aufgrund der Gegebenheiten nicht fahren. 
Die einzige Möglichkeit solche Geschwindigkeiten zu erreichen war der Luftweg! 
Die Besitzerin der Parcelle, auf der Finnerty angelandet war um sich dann zu Fuß seinen Weg zum Fischgrund zu suchen, erklärte dass in der fraglichen Nacht die Eulenpopulation sich merkwürdig verhielt und aufgeregt schrie. 
Am 28 Mai, gegen 19h49, fand man die Leiche von Finnerty. Er befand sich dabei in dem Areal zwischen „Ping 2“ und „Ping 4“. 
Untersucht wurde sein Leichnam von Dr. Stephen Cole und dem Boston University medical team. Beide konnten keine Todesursache feststellen, dies lies sich aus den Dokumenten ableiten die Paulides erhalten hatte! 
Interessant ist übrigens, dass Finnerty sein iPhone in der Jackentasche hatte. Er wurde also mit ihm über fast 12 Meilen transportiert, dies in der kurzen Zeit von vier „Pings“! [S. 132ff] 
Fox News berichtet über den Vorfall und erklärte, sich auf die genannten Ärzte berufend: 
The autopsy released in August 2013, showed Cullen died of CTE and pneumonia brought on by inhalation of vomit after he became disoriented. It was possibly because of oxycodone combined with having a degenerative brain disease”. [Textzusammenfassung aus Wikipedia] 
Merkwürdig ist die Diskrepanz bezüglich der Todesursache! Die Ergebnisse des internen Berichtes sehen völlig anders aus als dass, was den Medien gemeldet worden ist! War das nur ein Irrtum, oder wollte man einen schrägen Fall nicht noch schräger machen?  
Das erinnert mich übrigens an den Iowa-Bericht von 1993. Auch dort wurde in der Pressemitteilung zuerst nicht darauf hingewiesen, dass sich die Leiche eines 18jährigen Jägers nackt IN einem Baum befand, offensichtlich soll die Öffentlichkeit mit Informationsmanagement beruhigt werden…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen