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Sonntag, 12. Februar 2017

OZ, Strigoi & Hoia-Baciu →
Das UFO-Phänomen in Rumänien¹

→ „UFOs over Romania“ ist so genial dass ich es kurzerhand und rückwirkend zum „Buch des Jahres 2016“ [Erscheinungsdatum] gemacht habe. 
Ufologisch gesehen ist Rumänien das Brasilien Europas, so interessante Fälle kenne ich sonst nur aus Übersee! 
Die Rezension ist etwas umfangreicher – es macht Sinn den Text zu kopieren und auszudrucken!
Über UFOs in Rumänien ist relativ wenig zu erfahren, da englischsprachige Publikationen nicht erhältlich sind und kaum einer im Westen Rumänisch kann. Von daher hat es sich gut getroffen dass „UFOs over Romania“ von Dan D. Farcas [Ph.D.] erschienen ist. 
Bereits beim ersten Durchblättern ist mir aufgefallen dass die dortigen Berichte einen relativ hohen „Strangeness-Grad“ aufweisen, der Ozfaktor sprang mir sofort ins Auge und auch die quasiintelligenten Lichtkugeln [=Hallertauer Licht] spielen dort eine große Rolle! 
Ich lasse übrigens bei der Besprechung die ganzen Ober- Seiten- und Unterpunkte/striche des Rumänischen weg. Also statt „Letopisețul țărâi Moldovei“ schreibe ich „Letopisetul tarai Moldovei“, mitlesende Rumänen mögen mir dies nachsehen… ^^ Werfen wir also einen gepflegten Blick ins Land der Strigoi!
→ Den ersten [indirekten] Kontakt mit dem UFO-Phänomen hatte der Autor durch seine Großmutter. Diese beschrieb dass in ihrer Jugend gelegentlich Lichter über die Häuser ihres Geburtsortes flogen. Volkstümlich machte man daraus den „Mann mit der Laterne“. In zumindest einem Fall gingen die Pferde durch als diese „Himmelslaterne“ erschien und der gezogene Fuhrwagen kippte in den Dreck. [S. 1] 
→ Direkten Kontakt zum Phänomen hatte er am 6ten September 1978. Er war mit einem Freund auf der A¹ im Wagen unterwegs. Sie befanden sich 20 Kilometer von Bukarest entfernt als ein lautloses Licht am Himmel auftauchte welches aussah wie ein einzelner Autoscheinwerfer. Es kam auf das Fahrzeug zu, querte die Straße und verschwand. Beim Überfliegen nahm die Lichtintensität der Erscheinung ab. Die Sichtungsdauer lag bei 30 Sekunden. [S. 1f]
→ Der Ufologe Calin Turcu fand bis zum Jahr 1800 über 60 beschriebene „Himmelsanomalien“ über dem Territorium Rumäniens. Darunter befinden sich sicherlich auch natürliche, damals unverstandene Phänomene. [S. 3] 
→ 20.12.1853: Über Sibu wurde gegen 21h eine konisch geformte „Wolke“ am Himmel beobachtet die um ihre Achse rotierte. Diese steuerte dann den Ort Sfanta Elisabeta an. Beim Flug machte das „Ding“ Geräusch wie eine anfahrende Eisenbahn. Die Intensität des Geräusches nahm wahlweise ab und wieder zu. [S. 5] 
→ In Sighisoara [Schäßburg], Transsilvanien, befindet sich eine Bergkirche aus dem 13jahrhundert. Dort sieht man auf einem Fresko in der Sakristei – siehe das Titelcover des Buches oben! – ein Gebäude und darüber ein „Objekt“. 
Es stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1523. Der Künstler ist ebenso unbekannt wie die Bedeutung des Motivs. Direkt darunter steht: „Israel vertraue auf den Herrn“ (Psalm 130,7). [S. 8]
→ Im Januar 1913 spielte sich ein UFO-Flap ab. In den rumänischen Zeitungen erschienen 14 Artikel in denen 23 Reporte präsentiert worden sind. Berichtet wurde über hell erleuchtete Objekte am nächtlichen Himmel die mit hoher Geschwindigkeit dahin zogen bzw. sich erratisch bewegten und dabei vor allem über den Militärstützpunkten in Focsani, Iasi, Braiila und Tärgoviste beobachtet wurden. [S. 8] [=Scareoplanes] 
→ Ein Report der mich an eine deutsche Sage erinnert [=Lichter die um Schafe kreisen] stammte vom Bauer Ion Bunescu der im Juni 1926 ein Rind nach Leurda trieb. 
Es war schon nach Mitternacht als aus Richtung der Stadt Carta ein Licht erschien welches auf ihn zuflog, kurz hinter Hügeln verschwand und dann über ihm auftauchte. 
Es war so hell, dass es die ganze Umgebung illuminierte. Es hatte die Form einer Kugel und leuchtete auch den Fluß Olt aus, der rund vier Kilometer entfernt war. 
In diesem lautlosen Licht befand sich eine dunkle Struktur die ihn an ein Boot erinnerte. Er schätzte die Länge auf drei Meter, die Breite auf zwei Meter. Von diesem UFO ging starker Wind aus der ihn kopfüber bis zu den Füßen umwehte. 
Die Erscheinung ließ von ihm ab und flog entlang des Flusses davon und verschwand. Interessant war die Deutung des Geschehens durch die Personen denen er von diesem Vorfall erzählte. 
Die alten Herrschaften identifizierten dieses Licht als „Strigoi“ [„Vampir“]. Der Strigoi vermag nämlich seine Erscheinung zu verändern, offenbar bewegt er sich auch als Lichtkugel durch die Lüfte. [S. 9] 
Für mich war das neu, allerdings gibt es auch im deutschsprachigen Raum mythologische Gestalten die sich in helles Licht verwandeln können [=Klabautermann]. 
Die Parallele zum Chupa-Chupa-Phänomen in Brasilien ist an der Stelle signifikant. „Beißer“ die extrem helles Licht ausstrahlen kennt man auch am Amazonas, nicht zu vergessen der „Lichterzauber“ am Djatlow Pass!
→ Der erste UFO-Club wurde 1971 von dem Literaten und Schriftsteller Ion Hobana gegründet und nannte sich „Wissenschaftlicher UFO-Kreis“. Tatsächlich waren mehrheitlich Akademiker Mitglied, die Falluntersuchungen durchführten und die Ergebnisse diskutierten. Etwa ab 1974 schliefen die Aktivitäten wieder ein und andere Vereinigungen schlossen sich zusammen um das UFO-Rätsel zu lösen. [S. 32] 
→ Das Thema der „interaktiven“ und „quasiintelligenten“ Lichtkugeln ist auf diesem Blog ein ausgesprochener Evergreen. Gerade in historischen Texten [=Sagen] finden sich immer wieder Hinweise auf diese illuminierenden Erscheinungen die durchaus den Eindruck machen „belebt“ zu sein. 
Im Juli 1975 erreichte die Geschichtslehrerin Margareta Ivancivo gegen 2h am Morgen den Ort Teremia Mare. Sie war mit dem Zug von Timisoara her angereist. Auf ihrem Weg nach Hause bemerkte sie vor sich eine Lichtkugel. 
Diese hatte einen Durchmesser von etwa 50 bis 60 Zentimeter und wirkte so, als bestünde sie aus unzähligen Einzellichtern die sich zu einer Kugel zusammengeschlossen hatten. 
Zum Rand der Erscheinung hin ließ die Leuchtkraft nach und ging in eine Art „Nebel“ über. Der Abstand betrug etwa 10 bis 12 Meter. 
Dieses Licht flog vor ihr her. Da die Zeugin keine Angst verspürte machte sie ein paar „Experimente“, so beschleunigte sie ihre Schritte oder blieb abrupt stehen, wobei die Kugel immer den gleichen Abstand zu ihr hielt bzw. stoppte wenn die Zeugin sich nicht bewegte. 
Das ungleiche Gespann – das Licht immer voraus – erreichte nun den Wohnsitz der Frau, offenbar „wusste“ das Licht wo sie wohnte. Sie verharrte vor dem Eingang des Hauses, flog seitlich weg und wartete bis die Zeugin die Tür erreicht und geöffnet hatte. Anschließend stobte sie davon. [S. 41f] 
→ UFO-Sichtungen aus Afrika sind fast weniger bekannt als solche aus Rumänien. Von daher ist es interessant zu erfahren was dem Kapitän Nicolae Stefanescu und seiner Crew begegnete. 
Sie fuhren auf ihrem Öltanker „Arges“ durch den Moçambique-Kanal [also jener Meerenge zwischen Moçambique und Madagaskar]. Am nächtlichen Himmel fiel ihnen ein weißes, strahlendes Objekt in Scheibenform auf welches die geschätzte Größe des halben [scheinbaren] Monddurchmessers hatte und sich sehr schnell bewegte. 
Es war orangegelb und aus dem Zentrum der Scheibe schienen blaugrüne Strahlen. Das Ding blieb plötzlich stehen und flog nach ein paar Augenblicken gen Osten [also Richtung Madagaskar] davon. Die Sichtungsdauer schätzten die Zeugen auf 12 Sekunden. [S. 51]
→ Die Karpaten sind ein Hotspot für UFO-Aktivität, wobei die obligatorischen Lichtkugeln zu dominieren scheinen. Erwähnt werden die Retezat Berge in den südlichen Karpaten, dort ein Tal mit dem [passenden?] Namen „Valea Rea“ was der Autor mit „The Bad Valley“ übersetzt [=Name Game]. 
Genau dort stürzte am 13./14.08.1991 eine IL-18 ab, da die Crew den Landeanflug auf das Gebirge ausführte – der Autor spekulierte dass die „Berglichter“ die Piloten irritierten und es eine Verwechslung mit dem Flughafen in Timisoara gegeben hätte. [S. 55ff] 
Durch die Fagaras Berge, die höchste Erhebung der Karpaten, fließt der Fluß Arges und wird dort auch gestaut, der Damm „Vidraru“ ist 166 Meter hoch und der vor ihm aufgestaute See umfasst 9 Quadratkilometer. 
Die Anlage wurde 1966 erstellt und ab 1968 begann die UFO-Aktivität. Neben Lichtkugeln wurden auch scheibenförmige Flugkörper beobachtet die in den aufgestauten See ein- bzw. ausgeflogen sind. 
Der Damm bzw. die Straße auf ihm wird häufig benutzt um die Ruinen von Poenari zu besuchen, welches auf Geheiß von Vlad Tepes aka Dracula errichtet worden war. [S. 59ff] 
→ Am 27sten August 1992 gab es über Salonta gegen 22h21 ohrenbetäubenden Lärm. Hunderte von Einwohnern verließen ihr zuhause um nach der Schallquelle Ausschau zu halten. 
Gegen 22h28 war ein Taxifahrer mit Fahrgast unterwegs. Dabei beobachteten sie ein dunkelrotes Licht welches am Himmel entlang zog. Der Fahrer hielt an um sich die Erscheinung näher anzusehen. 
Diese reagierte auch, vollführte eine 90° Kehre und flog direkt auf das Fahrzeug zu. Da die Zeugen einen Flugzeugabsturz befürchteten wurde der Wagen gestartet und die Scheinwerfer eingeschaltet. 
Die Lichtkugel blieb stehen und schwebte auf einer Höhe von rund 40 Metern über dem Boden. Das Ding hatte einen geschätzten Durchmesser von 3-4 Metern, auf der rötlichen Oberfläche war ein „Schattenspiel“ zu sehen, einzelne Flächen verdunkelten sich, es drehte sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Nach rund 10 Sekunden startete es wieder und verschwand. [S. 65]
Fortsetzung

1 Kommentar:

ananda96 hat gesagt…

Rumänien ist natürlich hochinteressant, schreibt der Autor auch über die Story der Bucegi Berge?

Es gibt ein paar hanebüchene Storys darüber die natürlich nicht so ohne weiteres nachprüfbar sind. Weisst du etwas darüber oder ist von russischer Seite etwas bekannt?

Siehe Bild:


http://transinformation.net/wp-content/uploads/2015/11/Bucegi-8.png

Gruss Frank, CR

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